Grau und regnerisch hingen Wolken über Balm, das mit nur 12 Stimmberechtigten – Funktionsträger eingerechnet – vom erfreulichen Abschluss des Jahreshaushalts 2014 mit einem Aufwand von rund 969 000 Franken Kenntnis nahm. Finanzverwalterin Annette Feller kommentierte das positive Ergebnis, das nach Abschreibungen im Umfang von 47 000 Franken auf das Verwaltungsvermögen und nochmals 80 000 Franken im Hinblick auf das künftige Rechnungsmodell HRM2 immerhin noch einen Gewinn von 6200 Franken gutschrieb.

Dieser wurde dem Eigenkapital von jetzt 513 000 Franken zugewiesen, was 72 Prozent des Steuerertrags entspricht und ein Prokopfvermögen von 463 Franken bewirkt. Wesentlich begründet war der gegenüber dem Budget bessere Abschluss mit den um 92 000 Franken auf 652 000 Franken angewachsenen Steuereingängen, wozu auch Nachsteuern infolge späterer Veranlagungen aus früheren Jahren beigetragen haben. «Aber auch Sparsamkeit, diverse Baubewilligungsgebühren, die Anpassung von Mietverträgen im Mehrzweckgebäude und der neu durch Balm verantwortete Steuereinzug für die katholische Kirchgemeinde Günsberg haben das Resultat verbessert», orientierte Annette Feller.

Sie erläuterte diejenigen Rechnungspositionen, die sich gegenüber dem Budget geändert hatten wie etwa geringere Kosten für Gemeindeversammlung, Gemeinderat, Kommissionen und Gemeindeverwaltung. Mit 359 000 Franken für die Bildung liegt deren Aufwand geringfügig über dem Budget, aber doch rund 30 000 Franken über den Jahreskosten 2013. Der kantonale Beitrag an die Lehrerbesoldung lag bei 47 Prozent.

Nur um 9000 Franken gestiegen auf 169 000 Franken sind die Kosten für die Soziale Wohlfahrt im Vergleich zum Vorjahr. Verschmerzbar wegen geringerer Ausgaben für den Winterdienst ist der nicht budgetierte Balmer Anteil in Höhe von 12 600 Franken für Unterhaltsarbeiten an der Kantonsstrasse.

Im Plus sind die beiden Frisch- und Ab-Wasser-Spezialfinanzierungen, nur die Abfallbeseitigung muss bei Ausgaben von 19 670 Franken einen auf 855 Franken bezifferten Verlust ausweisen.

Die Investitionen im Total von 59 700 Franken für die Belagssanierung Gemeindetrassen mit 56 000 Franken, für den Anteil Transportleitung Wasserversorgung auf der Wilihofbrücke für 6500 Franken und für den Anteil an die Sanierung ARA-Sammelkanal von 24 700 Franken konnten unter Anrechnung von Anschlussgebühren in Höhe von 28 000 Franken über die laufende Rechnung beglichen werden. Genehmigt wurde gleichfalls einstimmig der ergänzte Gebührentarif, da nicht alle bisher erhobenen Gebühren über die nötige Rechtsgrundlage verfügten. Gemeindeschreiberin Karin Schwiete veranlasst die Aufschaltung der Tarifübersicht auf die Homepage der Gemeinde.

Dorffest geplant

Fragen aus der Versammlung betrafen die Wasserversorgung, deren Einkaufspreis schwankt, weil Balm sowohl beim Nachbarn Niederwil als auch bei der im Bezug teureren Gruppenwasserversorgung angeschlossen ist. «Wenn von dort viel Wasser heraufgepumpt werden muss, verändert das unseren Voranschlag kräftig», gab Gemeinderat Christoph Siegel zu bedenken. Bis jetzt nur in der Machbarkeitsprüfung – auch hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Rechtmässigkeit – befindet sich laut seiner Aussage die mögliche Wiedererschliessung der Quellfassung auf dem zur Gemeinde gehörenden Balmberg.

Gemeindepräsidentin Pascale von Roll machte die Anwesenden mit Plänen zum Dorffest am 15. August im Areal Gemeindehaus bekannt. Ausserdem stellte sie die neu strukturierte Baukommission vor, die aus Gemeinderat Sascha Valli als Präsident und den Mitgliedern Franz Zimmermann und Fredi Danz (Ersatz Andreas Gygli) besteht. Vorbereitet werden die Sitzungen und Geschäfte durch den externen Bauverwalter Oliver Straumann.

Auch die gemäss Gemeindepräsidentin «quersubventionierte» Grünabfuhr mit Häckseldienst interessierte. Dies, weil ein Anwohner eine wilde Grüngut-Deponie im Wald festgestellt hatte. In den kommenden Wochen findet die Sanierung der alten Balmberg-/Bödelistrasse statt. Federführend ist hier der Forstbetrieb Unterleberberg, und 20 Prozent der Restkosten übernimmt die Gemeinde.