Jahresabschluss
Spar- und Leihkasse Bucheggberg liegt auf Kurs

Die Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG berichtet für 2018 über erfreuliche Zahlen. Die Bilanzsumme betrug 627,6 Mio. Franken – gegenüber 2017 ein Plus von 30,5 Mio. Franken oder 5,1 Prozent. Der Jahresgewinn erhöhte sich leicht auf 1,014 Mio. (+ 10'856 Franken).

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Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG in Lüterswil

Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG in Lüterswil

Urs Lindt

Die Hypothekarforderungen steigerten sich um 29,8 Mio. Franken (+ 6,2 %) auf 508,8 Mio. Die Forderungen gegenüber Kunden reduzierten sich leicht um 149'123 Franken auf 26,1 Mio. (– 0,6 %). Die Kundenausleihungen stiegen somit um 29,6 Mio. auf 534,9 Mio. an (+ 5,9 %). «Das Wachstum wurde unter Wahrung unserer vorsichtigen Kreditpolitik realisiert», schreibt die Bank in einer Mitteilung.

Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen verzeichneten ein Wachstum von 25,7 Mio. (+ 6,5 %). «Besonders erfreulich ist, dass sich das Wachstum auf eine Vielzahl von bestehenden und neuen Kundenbeziehungen verteilt hat», wird dazu ausgeführt. Aufgrund der sehr tiefen Zinsen wurde bei den Kassenobligationen ein Rückgang von 3,0 Mio. Franken verzeichnet (– 5,1%). Die gesamten Kundengelder erhöhten sich um 22,7 Mio. auf 476,7 Mio. (+ 5,0%).

Die Refinanzierungsquote (Kundengelder in Prozent der Kundenausleihungen) liegt mit 89,1 % annähernd auf dem Vorjahreswert, berichtet die SLB weiter: «Als zusätzliche Refinanzierungsquellen nutzen wir Darlehen der Pfandbriefbank, welche wir um 4 Mio. auf 63 Mio. (+ 6,8 %) erhöhten. Die etwas längeren Laufzeiten der Pfandbriefdarlehen halfen uns, das Zinsänderungsrisiko zu reduzieren.»

«Vorsichtige Reservenpolitik»

Für die Abschreibungen auf den Sachanlagen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen wurden 406 717 Franken verwendet. «Getreu unserer vorsichtigen Geschäftspolitik haben wir die Rücklagen erhöht. Mit 1,5 Mio. wurden den Reserven für allgemeine Bankrisiken deutlich mehr zugewiesen als im Vorjahr (1,2 Mio.).» Der Generalversammlung werde zudem eine Zuweisung aus dem Gewinn von 550'000 Franken an die freiwilligen Gewinnreserven beantragt.

Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft hat sich mit 7,7 Mio. um 163'960 Franken (+ 2,2 %) verbessert. Dafür massgebend waren neben dem Volumenwachstum insbesondere auch tiefere Refinanzierungskosten. Die SLB schreibt dazu: «Die erfreuliche Risikosituation liess die Auflösung von Wertberichtigungen für Ausfallrisiken im Umfang von 77'238 Franken zu. Daraus resultiert ein ebenfalls höherer Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 7,7 Mio. (+ 3,3 %).

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte das Rekordvorjahr nach Angaben der Bank nochmals übertreffen. Ungeachtet der zum Teil turbulenten Finanzmärkte nahm der Erfolg in diesem Bereich auf 902'399 Franken zu (+ 3,4 %).

Der Personalaufwand erhöhte sich im letzten Jahr leicht um 40 980 (+ 1,4 %). «Darin enthalten ist ebenfalls eine einmalige Beitragszahlung seitens des Arbeitgebers von 160'000 Franken zur Sicherstellung der bisherigen guten Leistungen in der neuen Pensionskassenlösung», wird erklärt. Mit dem Übergang der beruflichen Vorsorge per 1. Januar 2019 zur Gemini-Sammelstiftung sei der Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat vollzogen worden. Der Sachaufwand lag um 49 317 (+ 2,6 %) über dem Vorjahreswert. Es resultierte somit eine Zunahme des Geschäftsaufwandes um 90'297 (+ 1,9 %).
Höherer Geschäftserfolg

Dank der erfreulichen Entwicklung im Kerngeschäft fällt der Geschäftserfolg der SLB im Vergleich zu 2017 um 347 565 Franken (+ 11,8 %) deutlich höher aus und betrug 3,3 Mio. Franken. «Der Wettbewerb im Finanzmarkt wird sich weiter verschärfen. Deshalb haben wir unsere Rücklagen erhöht, und der Jahresgewinn fällt daher mit 1 014 270 Franken nur um 1,1 % höher aus als im Vorjahr, hält die Bank fest. Die Eigenmittel stiegen unter Berücksichtigung der beantragten Gewinnverwendung auf 57,3 Mio. Franken (Vorjahr 55,3 Mio.). Die gesetzlich geforderten Eigenmittel von 24,6 Mio. (Vorjahr 24,2 Mio.) werden damit deutlich übertroffen.

Die Erträge der SLB stammen hauptsächlich aus dem Hypothekargeschäft und dies solle auch so bleiben. Allerdings wollten «Verwaltungsrat und Geschäftsleitung in Zukunft die sachliche und geografische Herkunft der Erträge angemessen diversifizieren und absichern.» Der Erwerb eines Mehrfamilienhauses in Orpund sei ein weiterer Schritt in diese Richtung. Ab Mitte 2020 werden die 11 Wohnungen und 16 Einstellhallenplätze ertragswirksam sein. Der Generalversammlung (16. März) wird eine unveränderte Dividende von 75 Franken/Namenaktie beantragt. (mgt, szr)

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