Den herrschenden Frühling widerspiegelten in der Mehrzweckhalle die wunderbaren Blumen. Passend spielte die siebenköpfige Band «sodi + Co» den winterverabschiedenden Schneewalzer. Von der Bühne leuchtete, eingebettet in Bucheggberger Landschaftsbilder, der Slogan «Eine Bank wie das Land».

Theodor F. Kocher, Präsident des Verwaltungsrates der Spar- und Leihkasse Bucheggberg AG, freute sich über die 508 anwesenden Aktionäre, die mit 621 Aktienstimmen vertreten waren. Viel habe sich wegen der schwierigen Entwicklung im Finanzmarkt geändert.

Wichtig aber sei, dass die Spar- und Leihkasse ihrer bodenständigen, konservativen und sachbezogenen Geschäftspolitik treu bleibe, in welcher die Sicherheit vorgehe. «Dass die traditionelle Berner Platte bleibt, ist ebenfalls nicht unwichtig», bemerkte der Verwaltungsratspräsident mit einem Lachen.

Diese dürfe keinesfalls verkochen, darum hoffe er auf eine schnittige Versammlung. Ob dies wohl mit ein Grund war, dass von den Anwesenden keine einzige Wortmeldung kam und alle Anträge einstimmig genehmigt wurden?

Erhöhung der Dividende

Thomas Vogt, Vorsitzender der Geschäftsleitung, präsentierte ein erfreuliches Geschäftsjahr 2015. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 29,4 Mio. (5,9 Prozent) auf 524,5 Mio. Franken.

Dabei stiegen die Kundenausleihungen um 26,6 Mio. auf 455,8 Mio. Franken. Demgegenüber erhöhten sich die Kundengelder um 18,9 Mio. auf 394,8 Mio. Franken. Mit 87 Prozent zeigt sich der Kundendeckungsgrad sehr komfortabel. Trotz des historisch tiefen Zinsniveaus konnte der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit 7,4 Mio. Franken beinahe gehalten werden.

Der Jahresgewinn steigerte sich um 39 194 Franken auf 933 149 Franken, und die ausgewiesenen Eigenmittel betragen 46,1 Mio. Franken (Vorjahr 34,8 Mio. Franken).

Die Eigenmittelquote übersteigt die geltende Mindestanforderung deutlich. Die Aktionäre dürfen sich über eine Erhöhung der Dividende von 66 auf 70 Franken freuen. Trotz zusätzlicher Reorganisationsaufgaben sank der Personalaufwand um 178 692 Franken. Ende 2015 beschäftigte die Bank 25 Mitarbeitende (19 Vollzeitstellen).

Neue Verwaltungsräte

Einstimmig genehmigte die Versammlung die Teilrevision der Statuten und somit die Anträge zur Umwandlung der Inhaber- in Namenaktien und deren Vinkulierung aufgrund der neuen Bestimmungen im Schweizerischen Obligationenrecht. Damit wird aber auch das Risiko einer unerfreulichen Übernahme erschwert. Ebenso einstimmig wurde die einjährige Amtsdauer – bisher drei Jahre – für die Mitglieder des Verwaltungsrates beschlossen sowie die Aufhebung der Kaution und Pflichtaktien.

Christine Davatz, Messen, und Konrad Althaus, Etzelkofen, wurden neu in den Verwaltungsrat gewählt. Herzlich lobte Theodor F. Kocher die scheidende Ursula Zimmermann, die 20 Jahre dem Verwaltungsrat angehörte. Sie gab den Verantwortlichen mit auf den Weg, die Spar- und Leihkasse weiterhin mit Kopf, Herz und Verstand zu führen.