Recherswil
Spannende Igel-Suche mit Tücken

Seit Beginn ist der Verein «familie aktiv» mit seinem Igu-Trail bei den Dorfaktivitäten im Rahmen von «Schweiz.bewegt» dabei. Nun wurde der nun neu fix installierte Postenlauf durchs Dorf offiziell eröffnet.

Lucilia Mendes von Däniken
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Die Nummer 1 - Start auf den Igel-Trail
38 Bilder
Der Igu-Trail des Vereins «familie aktiv» ist eine moderne Schnitzeljagd
Die Tafeln und Hinweise verstecken sich hinter Wortspielereien, in Bäumen, hinter Brücken.
Über den Igel gibt es viel Wissenswertes zu erfahren.
Der Igu-Trail ist neu fix installiert
Ein weiterer Posten
Viele kamen zur offiziellen Eröffnung des Igel-Trails
Igu-Trail Recherswil

Die Nummer 1 - Start auf den Igel-Trail

Hansjörg Sahli

Wer Geocaching und Foxtrails mag, dem sei ein Besuch in Recherswil empfohlen. Mit dem Igu-Trail hat der Verein «familie aktiv» eine moderne Schnitzeljagd konzipiert, die Jung und Alt auf verblüffende Art und Weise durch das Dorf leitet. Irene Rüfenacht, die Präsidentin von «familie aktiv», ist seit der ersten Stunde an der Planung des Igu-Trails dabei. Was als einmalige Idee vor drei Jahren begann, stiess bei «Schweiz.bewegt» während drei Jahren auf so gute Resonanz, dass der Trail nun fix eingerichtet worden ist.

Ohne Hilfe von aussen hätte der Verein dies nicht meistern können. Das Projekt wurde mit einem finanziellen Zustupf von «Schweiz.bewegt» sowie durch zusätzliches Geld-, aber auch Materialspenden von meist ortsansässigen Betrieben und Vereinen unterstützt. Auch vonseiten Gemeinde haben die Initiantinnen wichtigen Support erhalten: Gemeindearbeiter haben die 20 Postentafeln aufgestellt. Vor allem aber steckt in dem Projekt viel Freiwilligenarbeit drin. Es wurde recherchiert, Ideen wurden gesammelt, Ideen verworfen und neue aufgegleist. Die Frauen haben Gespräche mit alteingesessenen Einwohnern geführt, mit Landbesitzern zwecks Positionierung der Tafeln verhandelt – und zur Inspiration wurden Foxtrails besucht.

Ein Weg voller Rätsel

Am Samstag wurde nun der Such-Postenlauf eröffnet. 43 Gruppen, respektive 130 Teilnehmende, haben den Igu-Trail getestet. Die rund fünf Kilometer lange Strecke wurde nicht nur zu Fuss, sondern auch auf Trottis oder Fahrrädern absolviert. Schon beim Start beim Werkhof zeigte sich, dass dies kein normaler Postenlauf ist. Die Tafeln und Hinweise verstecken sich hinter Wortspielereien, in Bäumen, hinter Brücken. Wer unterwegs ist, muss die Augen gut offen halten und eine Portion Neugierde und Kombinationsgabe mitbringen. So steht zum Beispiel bei der Kapelle: «Durchschaue an der Mauer gezielt und genauer, wohin dein Weg dich führt.» Und beim darauffolgenden Posten hatte wohl Daniel Düsentrieb seine Hand im Spiel.

Viel Spannendes erfährt man über die Einwohner, Vereine, das Gewerbe und die Geschichte des Dorfes. So beantwortet sich beim zweiten Posten die Frage, warum Recherswil auch Igu-Dorf genannt wird. Nur so viel: Es hat unter anderem damit zu tun, dass das stachelige Tier ein wichtiges Nahrungsmittel in Krisenzeiten war. Oder beim alten, grünen Haus an der Ribibachstrasse erfährt man, welche Geschichte sich laut einer Sage von Elisabeth Pfluger hinter diesen Mauern abgespielt hat.

Trail mit Kurzweil und Spass

Gross und Klein hatte am Samstag viel Spass am Trail. An den 20 Posten traf man sich, es wurde diskutiert, Tipps über den Standort der Hinweise weiter gegeben. Auswärtige staunten über die schönen Gärten, Ecken und verwinkelten Strässchen. Die Strecke ist lang, wer den ganzen Postenlauf absolviert und jede Tafel genau studieren möchte, muss je nach Fortbewegungsart mit einer Dauer von rund zwei bis drei Stunden rechnen. Der Trail ist so kurzweilig und spannend, dass sich dieser Zeitaufwand lohnt. Am Samstag wurden die Teilnehmer zusätzlich belohnt: mit Schoggi vom Igu-Beck und kakofonischen Klängen der Recherswiler Guggemusig Iguschränzer. Nun hoffen die Initiantinnen, dass der Igu-Trail nicht nur anlässlich von «Schweiz.bewegt, sondern auch in Zukunft von Schulklassen aus der Region, den Einwohnern, Heimweh-Recherswilern und Besuchern von auswärts rege genutzt wird. Kleiner Tipp: Für Auswärtige lohnt sich vor Antritt des Trails ein Blick auf die Karte auf der Website von «familie aktiv» – diese sollte aber nur im Notfall benutzt werden, sonst macht die Tour nur halb so viel Spass.

Infos unter www.familieaktiv.ch