Feldbrunnen-St. Niklaus
SP wurde aufgerieben – Freie Liberale Liste holt 1 Sitz

Die Freie Liberale Liste holte in Feldbrunnen-St. Niklaus auf Kosten der SP einen Sitz. Die FDP ist weiterhin stark im Gemeinderat vertreten.

Urs Byland
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Trotz komplettem Personalwechsel kann Anita Panzer wieder zusammen mit drei FDP-Gemeinderäten regieren. (Archiv)

Trotz komplettem Personalwechsel kann Anita Panzer wieder zusammen mit drei FDP-Gemeinderäten regieren. (Archiv)

Die spannende Ausgangslage in Feldbrunnen hat zu einem eher zwiespältigen Resultat geführt. Trotz dem Ausscheren der zwei bisherigen FDP-Gemeinderäte Thomas Schluep und Adrian Zbinden, die mit einer eigenen Liste zu den Gemeinderatswahlen antraten, kann die FDP mit Gemeindepräsidentin Anita Panzer ihre vier Sitze halten. Panzer kann neu auf Hansjürg Geiger, Urs Schweizer und Livio Marzo zählen.

Von den zwei Kandidaten auf der Freien Liberale Liste schafft es nur Thomas Schluep in den Gemeinderat. Er holt drei Stimmen mehr als sein Kollege Adrian Zbinden. Diesen Sitz hat die SP verloren, die nun nicht mehr im Gemeinderat von Feldbrunnen vertreten ist. «Wir haben zu wenig Parteistimmen geholt», begründet des bisherige Alfred Hug das schlechte Abschneiden der Partei. Das sei absehbar gewesen, denn auf der SP-Liste stand nur sein Name. «Mit einer zweiten Person, hätten wir ohne Problem einen Sitz geholt.»

Hugs Analyse korrespondiert mit der Vergabe der Sitze. Die FDP holt in der 1. Verteilung der Sitze deren 3. Die Freie Liberale Liste und die CVP (mit Susan von Sury-Thomas) je einen. Die Restmandate holten sich die SVP mit 327 Parteistimmen (Roger Schmid) und die FDP mit 299 Reststimmen. Da reichten die 286 Stimmen, die Alfred Hug erzielt, nicht mehr, obwohl er beispielsweise über 100 Kandidatenstimmen mehr hat als die Gewählte von Sury. Aber eben: die CVP erreicht mit ihrer Siebnerliste 594 Parteistimmen.

«Ungewöhnliche Kampagne»

FDP-Parteipräsident René Garo ist sehr erfreut über das gute Abschneiden der FDP. Er bedauert aber auch ein wenig den Rauswurf der SP. «Bisher stritten wir immer mit der CVP um diesen Wackelsitz», so Garo. Dass von den beiden Abtrünnigen nur einer gewählt worden ist, begründet Garo mit deren «eher ungewöhnlichen» Kampagne. Auf der FDP-Liste hätten Schluep und Zbinden mit ihren Kandidatenstimmen hinter der Klassenbesten Panzer die Ränge zwei und drei belegt. Gemeindepräsidentin Anita Panzer freut sich über das «grossartige» Resultat, das bei einer Stimmbeteiligung von fast 66 Prozent zustande gekommen ist.