Selzach

Soziale Dienste sollen optimiert werden

Die Räumlichkeiten der Soziale Dienste Oberer Leberberg in Grenchen.

Die Räumlichkeiten der Soziale Dienste Oberer Leberberg in Grenchen.

Die Sozialen Dienste Oberer Leberberg sollen neu organisiert werden. Im Selzacher Gemeinderat wurde das Projekt vorgestellt.

Grenchen, Bettlach, Selzach und Lommiswil überarbeiten die Organisation der Sozialen Dienste Oberer Leberberg und prüfen hierfür verschiedene Massnahmen. Dabei gibt es wichtigere und weniger wichtigere Massnahmen. «Es lohnt sich für die Gemeinden, einen umfassenden kritischen Blick darauf zu werfen, um zu sehen, wo wir stehen», schloss Kurt Boner, Leiter der Sozialen Dienste Oberer Leberberg und Leiter des Projektes zur Organisationsentwicklung. Er bezeichnet die gegenwärtige Organisation als Auslaufmodell.

«Üblich ist heute beispielsweise eine höhere Betriebswirtschaftlichkeit.» Die Sozialen Dienste könnten vermutlich in verschiedenen Bereichen optimiert werden. Ziel sei es, die Arbeitsqualität zu steigern und effizienteres Arbeiten zu ermöglichen. So wird beispielsweise geprüft, zusammen mit dem Kinder- und Erwachsenenschutz (KES) einen Bereich für die Prävention zu etablieren, inklusive einer niederschwelligen Anlaufstelle mit dem Namen «Sozialinfo Grenchen», die zusammen mit dem Netzwerk Grenchen geführt werden würde.

Weiter soll überprüft werden, ob die Sozialen Dienste auch räumlich näher mit dem Netzwerk zusammenrücken können. Die bisherigen Räumlichkeiten beim Grenchner Postplatz seien kostspielig und dazu eng. Im Moment kämen alle Mitarbeitenden und Kunden auf wenig Raum zusammen, worunter die Arbeitsqualität leide.

Erste Resultate in einem Jahr

Nun werden eine Projektgruppe und ein Projektausschuss für die Erarbeitung der Massnahmen gebildet. Die Projektgruppe besteht aus Vertretungen der Gemeinden, der Verwaltung Grenchens, der Sozialkommission, dem Kanton und dem Verband Solothurner Einwohnergemeinden. Als Vertreter des Gemeinderates Selzach werden sich Peter Bichsel (SP) und Christoph Scholl (FDP) in der Projektgruppe engagieren.

Der Projektausschuss wird die Geschäfte zuhanden der Projektgruppe ausarbeiten. In diesem Ausschuss sind der Stadtpräsident und die Gemeindepräsidien, der Finanzverwalter Grenchens, der Leiter SDOL und eine Vertretung der Sozialkommission sowie der Leiter des Netzwerks. Erste Ergebnisse werden in einem Jahr erwartet.

Noch kein Geld für die Kirche

Die nachträglichen Änderungen zum Budget 2018 wurden einstimmig genehmigt. Die Nettoinvestitionen liegen bei 4.455 Mio Franken, da die Ausgaben für den Serverersatz 2018 (70'000 Franken) und der Beitrag für die Restaurierung der römisch-katholischen Kirche (200'000 Franken) herausgenommen wurden. Dazu gekommen aber ist eine Ausgabe für Nischengräber (60'000 Franken).

Die nichtgebundenen Kredite – unter anderem der Neubau des Kindergartens und die Sanierung des Gemeindehauses – werden der Gemeindeversammlung vorgelegt. Dabei präsentiert der Gemeinderat beim Gemeindehaus und beim Kindergarten je zwei Varianten. Ins Budget 2018 werden jeweils die kostspieligeren Varianten aufgenommen (Neubau Kindergarten: 2.7 Mio Franken, Sanierung Gemeindehaus: 1.3 Mio. Franken).

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