Derendingen
Solothurner Kajakfahrer sind vorne mit dabei

Die Solothurner Kajakfahrer boten am Wochenende in Derendingen den Nachwuchsfahrern der Schweizer Kanuszene spannende Rennen im Slalom- und Abfahrtsboot.

Kristin Amstutz Schläppi
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Rennwochenende der Solothurner Kajakfahrer in Derendingen
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Tolle Aussicht auf die Startenden.
Rennwochenende der Solothurner Kajakfahrer in Derendingen

Rennwochenende der Solothurner Kajakfahrer in Derendingen

Hans-Ulrich Mülchi

Nach ersten Trainingsmöglichkeiten auf der Slalom-Strecke am Samstagmorgen starteten die vorwiegend jungen Paddler an diesem Anlass erst im Abfahrtsboot auf der Aare beim Bootshaus der Solothurner Kajakfahrer. Diese unterstützen damit Bestrebungen des Schweizerischen Kanuverbands, am selben Rennwochenende verschiedene Disziplinen der vielfältigen Sportart zu berücksichtigen, um den AthletInnen möglichst breite Erfahrungen im Kanusport zu ermöglichen.

Auf einem gegen zehn Minuten dauernden Parcours zeigte sich gut, wer über Abfahrtserfahrung verfügt und sich einigermassen mit der amtierenden Abfahrts-Weltcupsiegerin Melanie Mathys, die Tagesbestzeit fuhr, messen konnte. Mathys liess es sich trotz Trainingspause und anstehenden Uniprüfungen nicht nehmen, beim Heimrennen sowohl im Abfahrts- als auch im Slalomboot an den Start zu gehen.

Zurück in Derendingen, starteten am Samstagabend um 20 Uhr mit den Mannschaftsrennen die ersten Slalomwettkämpfe, bei denen drei Fahrer gleichzeitig im Team unterwegs sind und mit möglichst optimalen Ablösungen versuchten, den Parcours so berührungsfrei und schnell wie möglich zu durchqueren. Aus Solothurner Sicht konnte mit einem zweiten Platz des Jugendteams bestehend aus Basil Jenni, Evelyn Merklin und Robin Häfeli ein erstes Highlight gesetzt werden.

Am Sonntag ging es für die Jugendlichen, die um Schweizermeistertitel kämpfen wollten, erst darum, in den Rahmenrennen die Junioren und Elitefahrer zu beobachten: Der nach den Teamrennen neu ausgehängte Parcours durfte nicht mehr trainiert werden und somit musste man sich die Taktik der Torbefahrung anhand der Beobachtung der älteren Paddler zurechtlegen.

Aus Solothurner Sicht gelang dies dem Langendörfer Robin Häfeli am besten. Obwohl sein Trainingsschwerpunkt als Mitglied der Junioren-Nationalmannschaft Wildwasser-Abfahrt klar in dieser Disziplin liegt, ist er ein regelmässiger Besucher des Slalomtrainings auf dem Emmenkanal. Dies kam ihm zu Gute – mit knapp zwei Sekunden Reserve auf Platz Vier konnte er sich die Bronzemedaille erkämpfen. Der 16-jährige Jan Rohrer aus Basel hatte bereits im ersten Lauf mit einer fehlerfreien Fahrt seinen Anspruch auf den Jugendmeistertitel angemeldet und behielt am Schluss die Nase vorn.

Der mit deutlichem Abstand Drittplatzierte Häfeli erklärt im Anschluss: «Vor zwei Jahren in der Schülerkategorie konnte ich Jan noch knapp schlagen. Nun zeigt sich unsere verschiedene Ausrichtung im Kanusport schon deutlich. Jimmy trainiert natürlich ebenfalls täglich im Slalomboot und erkämpfte sich verdient Silber. Ich freue mich sehr über die Bronzemedaille.»

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