Langendorf
So sehen die neuen Schulbauten im Detail aus

Rund 50 Personen informierten sich zur Schulraumplanung in Langendorf.

Rahel Meier
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Das Modell des Siegerprojektes.

Das Modell des Siegerprojektes.

Rahel Meier

Der grösste Teil der Stühle im Konzertsaal blieb am Montagabend leer. Knapp 50 Personen interessierten sich für die Resultate des Studienauftrages zur Schulraumerweiterung in Langendorf. Kaum vertreten war die Generation der Eltern mit Schulkindern. Daniel Hürlimann (Vizegemeindepräsident und Präsident der Sach- und Fachjury) erklärte nochmals kurz, wie es zum Ergebnis und zum Siegerprojekt gekommen war.

Für die Beurteilung zählten, so Hürlimann, sowohl die Gestaltung als auch die Nutzung und die Wirtschaftlichkeit. Dazu gab es gewisse zwingende Rahmenbedingungen, wie etwa den Erhalt der Schulhäuser A, B, C und D und den Bau einer Doppel-Sporthalle nach Baspo-Normen.

Architekt Boris Szélpal stellte die Projekte als Mitglied der Jury vor. «Das Vorgehen in Langendorf war speziell. Es wurde ein Studienauftrag im Dialogverfahren vergeben», erklärte Szélpal. Die Sach- und Fachjury habe insofern auf die Architektenteams Einfluss genommen, als man die Projekte im Dialog von Zeit zu Zeit besprochen habe. «Das hat sich als guter Entscheid erwiesen. Gerade vonseiten des Gemeinderates kamen viele Inputs, die eingeflossen sind.»

Neben Szélpal waren auch die meisten weiteren Jurymitglieder, ein Teil der Expertinnen und Experten, die zurate gezogen worden waren, und die Architekten des Siegerteams anwesend. So konnten Fragen, die sich bei den Zuhörern stellten, gleich beantwortet werden.

«Feinfühlige Architektur»

Wie schon bei der Präsentation im Gemeinderat betonte Szélpal auch vor den Einwohnerinnen und Einwohnern die Feinfühligkeit der Architektur des Siegerprojektes. Die neu zu erstellenden Schulraumbauten seien am richtigen Ort platziert worden. Für den Kindergarten werde die Nutzung des Aussenraumes optimal. Auch die Turnhalle sei so platziert, dass die Beleuchtung optimal sei und abends die Nachbarn kaum gestört würden. Das Siegerprojekt erhält die alte Turnhalle und saniert diese so, dass sie für die Nutzung durch die Primarschule und für das Muki- und das Vaki-Turnen bestens geeignet sei.

Dies war denn praktisch auch die einzige Frage, die gestellt wurde. Der Nutzen des Erhalts des Gebäudes wurde angezweifelt. Szélpal gab mehrere Antworten dazu. «Wir sind im Verlauf der Diskussionen gescheiter geworden», meinte er. Man habe herausgefunden, dass es vom Baugrund her am günstigsten sei, die alte Turnhalle zu sanieren und die neue Turnhalle bis zum Erdboden abzureissen und darauf eine neue Doppelhalle zu errichten. «Damit ersparen wir es uns, danebenliegenden Baugrund zu pfählen, und auch der rote Platz kann am bisherigen Ort bleiben.»

Gemeindepräsident Hans-Peter Berger fügte zudem an, dass heute keine Turnhalle in Langendorf der Baspo-Norm entspreche. «Wenn wir die alte Turnhalle abreissen und die neue sanieren würden, wäre die Situation dieselbe.»

Das Siegerprojekt wird nun weiter bearbeitet, kommt im November in den Gemeinderat und sollte im Dezember an der Gemeindeversammlung vorliegen.