Jubiläumswanderung
«So etwas funktioniert nur im Bucheggberg»: 130 Wanderer trotzen der Kälte

rosser Aufmarsch an der Jubiläumswanderung der Buechibärger Rundwanderung.

Marlene Sedlacek
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Interessante Informationen unterwegs: Hier von Geri Kaufmann (r.) zur Entstehung der Sandsteinhöhlen.

Interessante Informationen unterwegs: Hier von Geri Kaufmann (r.) zur Entstehung der Sandsteinhöhlen.

Marlene Sedlacek

Rund 130 Personen liessen sich nicht von der Kälte abhalten und fanden sich am Sonntagmorgen beim Schloss Buchegg ein, um die Buechibärger Rundwanderung unter die Füsse zu nehmen. «So etwas funktioniert nur im Bucheggberg», lobte Geri Kaufmann, Projektleiter Solothurner Waldwanderungen.

Die Stiftung Schloss Buchegg, der Waldwirtschaftsverband Bucheggberg und der Verein Pro Buechibärg hatten zur Jubiläumswanderung eingeladen. Vor genau zehn Jahren wurde hier nämlich die dritte Solothurner Waldwanderung eingeweiht.

Prominenz schätzt die Natur

Unter den Teilnehmenden durfte Forstingenieur Ulrich Stebler einige prominente Gäste willkommen heissen. Kantonsrat Peter Brotschi fühlte sich als Präsident des kantonalen Bürgergemeinden- und Waldeigentümerverbandes (BWSo) fast verpflichtet, am Anlass teilzunehmen, zumal der BWSo jede Waldwanderung finanziell unterstützt. Auch privat ist Brotschi fast täglich im Wald und in der Natur und lässt sich nicht von schlechtem Wetter abschrecken.

Regierungsrätin Brigitte Wyss ist in ihrer Freizeit ebenfalls gerne in der Natur. Sie schätzt es, dass mit diesen Wanderwegen die Leute in die Wälder gelockt und ihnen die Schätze der Natur vor Augen geführt werden. «Wir haben so viel Schönes vor der Haustür», stellte sie fest und lobte die Vielfalt und Qualität der Solothurner Landschaft.

Bernhard von Allmen, Geschäftsführer und Vizepräsident des Vereins Pro Buechibärg findet es immer wieder spannend, im Bucheggberg unterwegs zu sein. «Auf geführten Wanderungen erfährt man stets neue Details», erzählte er. Deshalb habe er auch seine Kinder mitgebracht. «Sie sollen diese Informationen aufsaugen und weiter tragen». Viele Privatpersonen waren durch Hinweise auf die Wanderung aufmerksam geworden. Ein Paar aus Selzach nahm die Gelegenheit wahr, einmal eine andere Gegend zu erkunden, als immer nur den Jura.

Auf dem rund acht Kilometer langen Rundwanderweg referierten Fachleute an verschiedenen Posten zu aktuellen Themen. So Odile Bruggisser vom kantonalen Amt für Raumplanung, die das Mehrjahresprojekt Natur und Landschaft im Bucheggberg betreut. Sie zeigte am Beispiel des Mülitäli auf, wie das Ziel, naturnahe Lebensräume und charakteristische Landschaftsbilder zu erhalten und aufzuwerten, umgesetzt wird. Richard Stocker, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Waldwanderwege erklärte unter Zuhilfenahme von grünen und roten Wollsocken, wie Fotosynthese und CO2-Produktion funktionieren.

Ganz beiläufig stellte er die Lehrmeinung vom Wald als Sauerstoffproduzent in Frage. «Die Nettoproduktion von O2 im Wald ist gleich Null», behauptete er. Robi Flückiger, Präsident der Stiftung Schloss Buchegg war zuständig für Schauermärchen: Er erheiterte mit Sagen und wahren Geschichten.