Gemeinderat Messen

Sitzung mit Schutzmasken im Feuerwehrmagazin: Wasser wird mit Wasser aus dem Emmental gemischt

Die Gemeindeverwaltung Messen bleibt offen, Besuche sind aber nur noch nach Voranmeldung erwünscht.

Die Gemeindeverwaltung Messen bleibt offen, Besuche sind aber nur noch nach Voranmeldung erwünscht.

Der Gemeinderat Messen hat auch unter den speziellen Umständen getagt. Die Wasserlieferungsverträge mit Trinkwasser aus dem Emmental wurden genehmigt. Gibt es für Messen bald eigenes Wasser?

Die letzte Gemeinderatssitzung fand unter speziellen Umständen statt: Die Gemeinderäte versammelten sich im Feuerwehrmagazin und sprachen durch Schutzmasken hindurch miteinander. Wie an den meisten anderen Orten auch, wurden Massnahmen in Bezug auf das Corona-Virus beschlossen. So ist die Gemeindeverwaltung weiterhin offen, Besuche sollen aber beschränkt werden und erfolgen nur nach telefonischer Voranmeldung. Der Gemeinderat macht auf die Online-Dienste aufmerksam. Zudem darf sich jeweils nur eine Person in der Gemeindeschreiberei aufhalten. Die Behörden werden ab sofort keine Sitzungen mehr durchführen und auf dem Zirkularweg oder über eine Telefonkonferenz tagen.

Der Gemeinderat Messen entschied an seiner letzten Sitzung über den Wasserlieferungsvertrag mit Emmental Trinkwasser für eine befristete Noteinspeisung von Trinkwasser in die Quellfassung Etzelkofen. Gleichzeitig musste der Wasserdurchleitungsvertrag besprochen werden. Beide Verträge wurden genehmigt. Zweiterer mit Zähneknirschen, da der Gemeinderat feststellen musste, dass das Durchleitungsrecht eine «recht teure Sache» ist. Der Gemeinderat hat gleichzeitig  beschlossen, gegen die Verfügung der Lebensmittelkontrolle einzusprechen. «Wir machen das aus prinzipiellen Gründen», so Gemeindepräsident Bernhard Jöhr auf Anfrage. Es mache wenig Sinn das eigene schlechte Wasser mit anderem schlechten Wasser zu mischen. «Wir können die Grenzwerte so oder so momentan nicht einhalten.»

Bald Wasser aus Oberramsern?

Gute Nachrichten gibt es dafür aus Oberramsern. Dort gibt es bisher nicht erschlossene Quellen. «Die Fachleute denken, dass es möglich ist das Wasser zu fassen.» Dann könnte Messen in zwei oder drei Jahren eine autonome Wasserversorgung betreiben. Sofern die kantonalen Instanzen das bewilligen, wie Jöhr präzisiert.

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