Openair Etziken

Sintflutartiger Regen und Stromausfall tun der Stimmung keinen Abbruch

Der Himmel ist hell erleuchtet.

Der Himmel ist hell erleuchtet.

Am früheren Freitagabend regnet es am Openair Erziken nur leicht. Doch um 22.40 Uhr trifft das Gewitter das Gelände mit voller Wucht. Sogar der Strom fällt aus. Nach 10 Minuten ertönt aber wieder Musik – und auch die Stimmung bleibt gut.

Der Regen ergoss sich um 22.40 Uhr wie eine Flut über dem Gelände. Jeder, der sich zu diesem Zeitpunkt im Freien aufhielt, wurde innert Sekunden pitschnass. Die "Sintflut" war begleitet von Donnergrollen und Blitzen.

Das Gewitter sorgte gar für einen kurzen Stromausfall auf dem Openair-Gelände.

Ganze 10 Minuten ging auf der Zeltbühne, wo Klischée gerade zur Zugabe ansetzte, nichts mehr. Um 22.50 Uhr ertönte wieder Musik. 

Draussen regnet es, drinnen drängen sich die Leute. Der Strom läuft nicht.

Draussen regnet es, drinnen drängen sich die Leute. Der Strom läuft nicht.

Das Konzert von Culcha Candela wurde um eine halbe Stunde verschoben. Vom Regen, der dann nochmals während des Konzerts fiel, liessen sich viele Openairgänger nicht beeindrucken. Einige hüpfen fröhlich in den entstandenen Pfützen vor der Hauptbühne herum, andere blieben aber lieber gänzlich im Trockenen des grosses Zeltes, wo später Mike Candys der Menge einheitzte. 

An Gummistiefel hatte man an diesem Abend eigentlich nicht gedacht.

Das Stoppelfeld, das als Parkplatz dient, wies schon am Ende des ersten Openair-Tages tiefe Fahrspuren auf.

Frühe Vögel elektrisiert

Rückblende: Freitag, kurz vor fünf. Es ist heiss und am Himmel ziehen Wolken auf: nicht gerade düster, aber als freundlich kann man die Dinger wohl auch nicht bezeichnen.

Wie dem auch sei, für das Gewitter am Openair Etziken sorgen vorerst nicht die Wolken, sondern „Arx Elias“. Die Eröffnungsband rund um den ehemaligen „Rag Dolls“-Frontmann Elias von Arx elektrisiert die frühen Vögel am Festival. Mit Pauken und Stromgitarren legen sie los und bereiten mit einem Jazz-Solo zum Abschluss die Lautsprecher auf den Sound des folgenden Acts vor: Philipp Fankhauser, Bluesmusiker aus Leidenschaft, für einmal mit roter Bandage am Fuss, weil beim Baden in eine Scherbe getreten.

Er beginnt sein Konzert zwar mit „It’s Gonna Rain“, aber der Stimmung tut dies keinen Abbruch. Auf dem Zeltplatz werden fleissig kleine Schwitzkammern aufgestellt – bei einigen dauert es etwas länger als bei anderen. Aber gewappnet sind sie auf alle Fälle, die Musikverrückten vom Openair im Wasseramt. Come rain or shine.

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