Lüterkofen-Ichertswil

«Singe macht Fröid» — das wurde am Chortreffen unter Beweis gestellt

Die «Songfäger» singen unter der Leitung von Miriam Grünig-Heggendorn (rechts).

Die Bucheggberger Chorvereinigung lud zum gemütlichen Singen ein.

Ein die Kehlen ölendes Apéro und eine herzliche Begrüssung gehören zum Auftakt eines jeden Sängertreffens. Eindrucksvoll, von einem Trommler angeführt, marschierten die Fahnenträger der Chöre in die Halle. Willkommen hiess die gut 120 Singenden Sonja Kohler, Präsidentin des organisierenden Frauenchors Lüterkofen-Ichertswil.

Das Motto des Bucheggberger Sängertreffens «Singe macht Fröid» spann der Vizegemeindepräsident von Lüterkofen-Ichertswil, Reto Allemann, weiter mit: «Singen macht Freude für Akteure und Zuhörer, Singen verbindet. Auf dieser Welt sollte es viel mehr Sängerinnen und Sänger geben.»

Der Wunsch von Verbandspräsidentin Hanni Boner ging sichtlich in Erfüllung, nämlich, dass die Freude auch spürbar wird. Abwechslungsreich und mit viel Elan trugen die acht Chöre ihre drei Lieder vor – Altbewährtes und Neues. Diese erzählten von Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht, Wein, Glück und von der wundervollen Welt.

«Bajazzo» in Berndeutsch

Der Frauenchor Lüterkofen-Ichertswil eröffnete den Nachmittag (Leitung Christof Zurbuchen) und machte in «Plaisir d’amour» klar, dass Liebeskummer ein Leben lang besteht. Gemeinsam mit dem Gemischten Chor Schnottwil bereisten sie mit «Ukuthula» Südafrika. In feinem Piano besangen die Schnottwiler (Christof Zurbuchen) in «Weit, weit, weg» das Innenleben des verlassenen Verliebten. Die Männerchöre Biezwil und Grossaffoltern (Martin Schoch) sangen überzeugend den beliebten Bajazzo, und zwar in beeindruckender berndeutscher Übersetzung von Chormitglied Roberto Wiedmer. Mit den Mundartliedern «Ämmital und «Siloballeblues» gefielen die Chorgemeinschaft Büren zum Hof/Fraubrunnen/Brunnenthal und der Männerchor Lommiswil (dirigiert und arrangiert von Wolfgang Böhler). Treichelklang begleitete das Lied «Alpzyt» der Lommiswiler, welche der Chorvereinigung Bucheggberg angehören.

Songfäger als Publikumslieblinge

Gut geplant hat der Frauenchor Lohn-Ammannsegg als Gastchor (Regina Rast) sein «Likörchen für das Frauenchörchen», welches «schöner ist als Applaus und so mancher Blumenstrauss». Prompt erhielt der Chor von der Moderatorin Barbara Furrer ein entsprechendes Elixier. Wehmut trübte die Freude, als bekannt wurde, dass erneut ein Chor schwindet. Sein allerletztes Lied sang nämlich der Gemischte Chor Nennigkofen (Hanni Boner), trotzdem optimistisch mit «Die Welt ist voller Wunder». Zu Publikumslieblingen mauserten sich die reduziert auftretenden «Songfäger» (Miriam Grünig-Heggendorn). Der Jugendchor erhielt für sein Lied «079», in welchem für einmal sogar ein «Huere Siech» erlaubt war, herzlichen Applaus. Die verlangte Zugabe erfüllten die Buben und Mädchen mit Mani Matters «Zündhölzli». Beeindruckend, wie die Kinder die nicht einfachen Texte auswendig vortrugen.

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