Dieses Jahr feiert die Organistin Emmi Stuber aus Lohn ihr 40. Dienstjubiläum bei der reformierten Kirche in Kriegstetten.

Pfarrer Reto Bichsel überreichte der Jubilarin im Ostergottesdienst einen wunderschönen Blumenstrauss und dankte ihr für das Mitgestalten und Mittragen der Gottesdienste oder anderen kirchlichen Feiern während dieser langen Zeit.

«Es war Dir ein Anliegen, die Menschen in schönen wie in schweren Zeiten zu unterstützen. Du hast sie musikalisch begleitet und viel zu ihrer Freude beigetragen oder ihnen Trost gespendet», so Reto Bichsel.

Täglich an den Tasten

Für Emmi Stuber war es nicht immer klar, dass sie Organistin werden wollte. In der 3. Klasse hatte sie mit dem Klavierspielen begonnen. Jahre später, verheiratet mit Bruno Stuber, der als reformierter Pfarrer in Kriegstetten tätig war, hat sie Unterricht im Orgelspiel genommen und vorerst als Stellvertreterin gearbeitet. Beim Bau der Orgel im Jahr 1970 war das Ehepaar dabei und hat bei der Gestaltung mitgeholfen.

1976 trat Emmi Stuber die Stelle als Organistin an und ist Kriegstetten bis heute treu geblieben. Obschon sie vor einigen Jahren in den Ruhestand hätte gehen können, übt sie beinahe täglich auf der Orgel in der Kirche.

«Es ist meine Leidenschaft, die mir einen strukturierten Tagesablauf gibt und welche sich positiv auf verschiedene Dinge im Leben auswirkt», sagt die Jubilarin. Auch versuche sie, die Musikstücke der jeweiligen Predigt anzupassen, und es komme vor, dass sie improvisieren müsse.

Unzählige Töne hat die Organistin in all diesen Jahren angeschlagen. Nach einer Hochrechnung von Reto Bichsel seien es etwa 13 440 pro Gottesdienst, deren 698 880 pro Jahr. Auf die Frage hin, ob sie ihr Pensum reduzieren möchte, antwortet Emmi Stuber: «Gerade in der Osterzeit gibt es sehr viel zu tun.

Wir sind auf der Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger.» Ganz ohne Orgelspiel könne sie sich aber ihr Leben nicht vorstellen. Treffender könnte der Schlusssatz von Reto Bichsel nicht sein: «In diesen 40 Jahren ist die Welt eine andere geworden, Deine Orgel tut aber immer noch wie Du ihren treuen Dienst.»