Theresia Arn-Pfluger wuchs in einer Bauernfamilie auf. Das Elternhaus stand neben der Kirche. «Der tägliche Gang zur Messe war selbstverständlich», schreibt sie in ihrem Lebenslauf. Und die Arbeit auf dem Bauernhof sei damals recht hart gewesen. «Viel Handarbeit, wenig Maschinen.» Nach dem Krieg half sie ihrem Bruder Otto auf dem Bauerngut. 1948 heiratete sie. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wurde sie Mutter von drei Töchtern und drei Söhnen. 1967 siedelte die Bauernfamilie aus. Die Familie bezog einen Bauerhof, der 1,5 Kilometer ausserhalb von Oensingen lag. Anfangs fuhr ihr Mann die Kinder mit dem Traktor zur Schule. Später nahmen sie das Fahrrad. In dieser Zeit legte sich Theresia Arn-Pfluger einen Töff zu, den sie erst mit 80 Jahren weglegen sollte. 1987 übergaben sie und ihr Mann den Hof ihrem Sohn Jakob weiter. 1990 starb ihr Mann bei einem tragischen Unfall. «Ich musste das Alleinsein wieder lernen.» 1993 zog sie in eine Alterswohnung in der «Krone» um, wo sie bis ins 96. Lebensjahr blieb. «Ein grosses Plus war, dass ich so nahe bei der Kirche war.» (mgt/uby)