Serie Bed&Breakfast

Sie lebte in Senegal und führt jetzt in Nennigkofen ein B&B

Elisabeth Blersch freut sich auf Gäste in ihrem «Jurablick».

Elisabeth Blersch freut sich auf Gäste in ihrem «Jurablick».

In Elisabeth Blerschs Bed&Breakfast «Jurablick» in Nennigkofen kommen Natur- und Kulturliebhaber auf ihre Kosten. Die 70-Jährige, die mit einem Afrikaner verheiratet war und in Senegal lebte, vermietet schon seit neun Jahren Zimmer.

Im Garten wachsen Tomaten und Aprikosen, im Wohnzimmer lassen sich zahlreiche Didgeridoos bestaunen sowie Gemälde und Töpfereien. Elisabeth Blersch hat sich in Nennigkofen mit dem «Jurablick» eine kleine Oase geschaffen. Die Baslerin wusste sofort, dass sie ihr Zuhause gefunden hatte, als sie vor über 13 Jahren in das Haus an der Bürenstrasse mit dem grossen Garten zog.

Dabei schien sie ihr Zuhause vor 20 Jahren in Senegal gefunden zu haben. «Mein Mann war Afrikaner», erzählt sie. «Wir heirateten, als ich 44 war. Mit 50 zog ich nach Senegal.» Was sie dort am meisten vermisst habe, seien die Jahreszeiten, sagt Blersch. «Es war sehr schön dort, aber immer nur heiss.» 

Brot und Didgeridoo-Konzerte

Das Haus mit fünfeinhalb Zimmern bewohnt die 70-Jährige nun allein. Zwei Zimmer vermietet sie seit etwa neun Jahren an Gäste: mehrheitlich Geschäftsleute, Arbeiter oder Kursbesucher, in der wärmeren Jahreshälfte aber auch an Töff- und Velofahrer. Klassische Urlauber habe sie eher selten hier, erklärt sie.

Dennoch geniessen die Gäste die Ruhe im «Jurablick» und haben grosse Freude am Garten, wie Blersch sagt, während sie über ihr grünes Reich blickt. Biotop im Vordergrund; hinten am Hang einige Reihen kleiner Trockenmauern, die sie teilweise selbst gebaut hat. «Die Gäste freuen sich auch, dass ich jeweils mit ihnen frühstücke. Es ist halt sehr privat hier, nicht wie im Hotel.»

Mittwochs backt Elisabeth Blersch Brot. In dessen Genuss kommen nicht bloss ihre Gäste – sie verkauft das Brot auch an Nachbarn und Bekannte. Dazu gibt es selbst gemachte Konfitüre. Einen Fernseher hat Blersch seit 30 Jahren nicht mehr (in den Gästezimmern stehen jedoch TV-Geräte zur Verfügung). Dafür geht sie gerne an Konzerte, töpfert selbst – und ja, die Didgeridoos, die in der Stube stehen, kann Elisabeth Blersch auch spielen.

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