Buchegg
Sichere Fuss- und Velowege und mehr Zusammenarbeit der regionalen Feuerwehr

Der Gemeinderat Buchegg befasste sich mit diversen Projekten auf dem grossen Gemeindegebiet.

Gundi Klemm
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An der Strasse von der Siedlung Stöckeren zum Restaurant Bismarck ist ein Fussweg geplant.

An der Strasse von der Siedlung Stöckeren zum Restaurant Bismarck ist ein Fussweg geplant.

Hanspeter Bärtschi

Etwa einen Kilometer ausserhalb von Hessigkofen liegt inmitten von Landwirtschaftsland die Enklave Buchi. Hier leben fünf schulpflichtige Kinder, die im Dorf in den Bus zur Schule einsteigen müssen. Das Problem ist, es führt kein durchgehender Fussweg dorthin. Die Kinder müssen entweder die von den Häusern entfernte Strasse benutzen, was nicht selten gefährlich ist, oder sich über nicht ausgebaute Feldwege ins Dorf bewegen.

In erster Option sprach sich der Gemeinderat dafür aus, eine zusätzlich ÖV-Haltestelle zu erwirken. Wenn das nicht möglich sein sollte, kämen mehrere Weg-Varianten zum Zuge. Teilstücke davon müssten velotauglich ausgebaut werden. Als Antragsteller für einen sicheren Schulweg suchten Michèle Kinnas und Marc Hunninghaus gemeinsam mit dem Rat eine pragmatische Lösung.

Gemeinderat Samuel Marti informierte über weitere Projekte. Dazu gehören beispielsweise ein Fussweg von den Parzellen Stöckeren zur Bushaltestelle Bismarck oder ein Gehweg von der Talstrasse Kyburg aufwärts Richtung Blumenhaus, der zum Teil neben dem «Neuströssli» geführt werden soll.

Lösung für Härtefälle

Buchegg hat grosse Aufgaben im Strassen- und Wasserleitungsbau erfüllt. Ein Reglement regelt die Grundeigentümerbeiträge für Erschliessungs- und Anschlussgebühren. Glaubhaft versichert haben etliche betroffene Grundeigentümer, diese Beträge nicht gesamthaft zahlen zu können. Deshalb beschloss der Gemeinderat einstimmig, in Härtefällen die Bezahlung auf zehn Jahresraten aufzusplitten. Alle Forderungen der Gemeinde werden grundpfandrechtlich abgesichert. Alle Betroffenen gleich zu behandeln, ist ein wichtiges Anliegen des Rates. (gku)

Kann am Bibernbach ein Veloweg geführt werden?

Als echte Knacknuss erwies sich der vorgesehene Veloweg am Bibernbach entlang von Bibern nach Ichertswil. Nur ein kurzes, längst bestehendes Stück ist asphaltiert, aber gut 60 Prozent der Wegverbindung sind mit Gras überwachsen oder mit Kies belegt. Das Gewässerschutzgesetz verlangt nun für einen möglichen Ausbau den vorgeschriebenen Abstand vom Bachlauf. Vor allem brauche es einen neuen Nutzungsplan, ergänzte Gemeindepräsidentin Verena Meyer. Der Gemeinderat will nun in Absprache mit dem Kanton bezüglich eines «Minimalbachraums» einen Kompromiss finden, um der Förderung des Velowegkonzeptes zu entsprechen und hohe Kosten zu vermeiden.
Im Fall der Fusswegstrecke Löffelhof-Bismarck hat der Kanton die Federführung übernommen, weil bernisches Gebiet damit tangiert wird.

Mehr Zusammenarbeit der Feuerwehr in der Region

Gemeinderat Bruno Bartlome stellte die Standortüberlegungen der Feuerwehr Bucheggberg bezüglich eines Neubaus für ein Feuerwehrmagazin vor. Die bisherigen, kleinen Standorte der Feuerwehrausrüstung befinden sich in Hessigkofen, Kyburg-Buchegg und Mühledorf. In der Diskussion im Gemeinderat plädierte die Mehrheit auf Vorschlag von Bartlome, alle auf dem Bucheggberg und angrenzendem Gebiet tätigen Feuerwehrorganisationen zu einem Gespräch einzuladen mit dem Ziel herauszufinden, wie die regionale Zusammenarbeit verstärkt werden könne. Aufbauend auf diese Erkenntnisse will der Gemeinderat dann eine Arbeitsgruppe einsetzen.

Doch keine Bundesfeier

Der Gemeinderat machte es sich nicht leicht und spielte die Möglichkeiten durch, den 1. August festlich in der Dorfgemeinschaft zu begehen. Gemeindepräsidentin Verena Meyer berichtete von bereits geplanten Aktivitäten wie der Festrede von Schülerinnen und Schülern, inspiriert von einem Mani-Matter-Lied, von der Bereitschaft der Feuerwehr, den Anlass unter Teilnahme von Musikanten aus Messen zu organisieren. Doch der Sicherheitsaufwand für Schutzkonzepte sei einfach zu gross und würde den Reiz des Festes ersticken, befand der Gemeinderat mit 4 Nein-Stimmen, einer Enthaltung und einer Ja-Stimme. (gku)