Die von der Gemeinde angestrebte Teilrevision des Bau- und Zonenreglements kommt ins Stocken. Konkret geht es um die Ergänzung der Vorschriften und dabei explizit um die Nutzung durch das Sexgewerbe. Die Änderung ist die Folge eines Betriebes an der Derendingenstrasse, der in der Wohnzone liegt.

Der Eigentümer der betroffenen Liegenschaft hat gegen die Zonenplanänderung eingesprochen. «Das generelle Verbot verletze die Handels- und Gewerbefreiheit, und sei unverhältnismässig.» Substanziell weist der Einsprecher darauf hin, dass sein Betrieb in einer von drei Wohnungen der Liegenschaft an der Derendingenstrasse von aussen überhaupt nicht wahrnehmbar sei. Der Sexbetrieb führe zu keinen Lärm- oder Geruchsimmissionen.

Der Gemeinderat hat die Einsprache in seiner letzten Sitzung abgewiesen und die Teilrevision gutgeheissen.

Nun haben die Einsprecher den Fall weitergezogen und beim Bau- und Justizdepartement Beschwerde eingereicht, wie Departementssekretär Bernardo Albisetti bestätigt. Er spricht von einem schwierigen Fall. «Es gibt zwar wegweisende Entscheide, aber bei einer solchen Nutzung muss man meistens im Einzelfall urteilen.» Die Zeitdauer hänge stark vom Verlauf des Verfahrens ab, das heisst von den Anträgen der Parteien. (uby)