Biberist
Senioren tricksen, was das Zeug hält

Gut 300 ältere Leute erfreuten sich an den Sketchen der Seniorenbühne Biberist. Auch sonst läuft es gut für die Bühne, ist sie doch in dieser Saison bereits 11 Mal gebucht.

Agnes Portmann-Leupi
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Rosa erhofft sich mithilfe von Krücken, schwarzen Augenringen und Rückenweh eine Rente.

Rosa erhofft sich mithilfe von Krücken, schwarzen Augenringen und Rückenweh eine Rente.

Die Seniorenbühne Biberist ist gefragt. Elfmal ist sie in dieser Saison bereits gebucht. In Biberist führte der ökumenische Seniorennachmittag mit dem Heimspiel der Theaterbühne – trotz eisiger Bise – zu einem Grossaufmarsch in Richtung Biberena. Über 300 Seniorinnen und Senioren waren es, die sich auf Einladung der reformierten und katholischen Kirchgemeinden den gemütlichen Nachmittag nicht entgehen liessen.

Diakon Max Herrmann und Pfarrer Christian Bürki begrüssten gekonnt theatralisch. Wer weiss, vielleicht gehören sie dereinst zum Nachwuchs der Seniorenbühne. Regisseur Helmuth Zipperlen jedenfalls würde Neuzuzüger willkommen heissen. Unter seiner Regie begeisterten die 14 motivierten Spielenden mit pointierten Sketchen, unterstützt von Technik, Souffleuse und Maske.

Im Sketch «Komplimänt» überhäufte Fredy seine ehemalige Klassenkameradin mit schmeichelhaften Äusserungen über ihr Aussehen. Für Bertha schienen sich also der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, verbunden mit viel Schlaf, gelohnt zu haben. Doch die Komplimente von Fredy enthüllten sich später als wenig aussagekräftig.

Mithilfe von Edith hoffte Rosa im Sketch «Expertise», eine Rente zu ergattern. Extremes Rückenweh, Krücken und schwarze Augenringe sollten ihr Leiden bekräftigen. Pech hatte Rosa
allerdings, als sich die eintreffende Person nicht als die von ihr erwartete entpuppte.

Die Aufregung der Kleiderwahl für den Theaterabend «Don Juan» stellte sich für Erika und Hans als vergebene Mühe heraus. Dies aber erst, als Bethli kurz vor dem Ausgehen mit einer besonderen Einladung eintraf.

Besserwisser und Hochstapler

Als Werbefilm für ein Seniorenheim könnte der halbstündige Schwank «Zoff im Seniorenheim» wahrlich nicht verwendet werden. Unmögliche Charaktere trafen nämlich im «Glücklichen Sonnenschein» aufeinander – Besserwisser, Hochstapler, langweilige Jasager und Bewohner, die befürchteten, bestohlen und vergiftet zu werden. Nicht ganz einfach war es zudem für den neuen Fusspfleger, Kunden zu gewinnen.

Beim anschliessenden obligaten Zvieri, vorbereitet und aufgetischt von zahlreichen Helfenden, ging es aber friedlich und gemütlich zu und her. Zum Gelingen des Nachmittags trugen ebenfalls die «Ländlerfründe Juragruess» mit ihren beschwingten Melodien bei.