Biberist

Senioren testen die leicht zu bedienenden Elektrofahrzeuge

Eine Seniorin testet das Elektrofahrzeug «Kyburz plus»

Eine Seniorin testet das Elektrofahrzeug «Kyburz plus»

Dass das Fahren Spass macht, ist der jüngeren Frau anzusehen. Elegant kurvt sie mit dem roten, gedeckten «Kyburz plus» durchs Areal und testet die Handgriffe. Interessiert am Kauf eines Fahrzeuges ist aber eigentlich ihre Mutter. «Ich muss den Führerausweis abgeben, möchte aber gleichwohl selber meine Einkäufe besorgen und mit dem Hund spazieren fahren», sagt die 89-Jährige aus Büren a/Aare. «Ich habe ein recht gutes Gefühl», meint sie nach der Testfahrt. «Dieses Fahrzeug gibt meiner Mutter mehr Freiheiten», ist die Tochter überzeugt.

Für den Einkauf, aber auch eine Spazierfahrt im Wald

Für viele Senioren bedeuten die Elektrofahrzeuge einen willkommenen Ersatz für ihr Auto. Rund 15 Personen interessieren sich an diesem Probefahrnachmittag in Biberist für die Fahrzeuge der Firma Kyburz Switzerland AG aus Freienstein. Diese entwickelt, produziert und verkauft die elektrobetriebenen Fortbewegungsmittel seit 25 Jahren.

Ein älterer Herr aus Lohn-Ammannsegg orientiert sich für seine Ehefrau, die den Ausweis abgeben musste und damit hadert. «Noch kann sie die Einkäufe mit dem Velo tätigen», aber wie lange dies noch geht, weiss man nicht», sagt er und zieht dabei die Achseln hoch. Ein Senior aus Biberist dreht seine Runden mit dem offenen Dreirad, dem «Kyburz DX2», auf dem Parkplatz vor dem Restaurant «zum Ämmesee». «Ich fahre nicht mehr lange Auto und das stabile Dreirad mit den grossen Rädern sagt mir zu.»

Er betont, dass er damit auch in den Wald fahren möchte. Kein Problem: Der Elektroantrieb meistert Steigungen bis 30 Prozent. Für die 10 und 20 Stundenkilometer schnellen Modelle braucht es keinen Führerschein, für die Fahrt mit 30 Stundenkilometern reicht ein Mofa-Führerschein. Die Batterien können an jeder normalen Steckdose aufgeladen werden. Eine Ladung reicht für 50 bis 115 Kilometer.

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