Deitingen

Senioren schätzen Deitingen als Wohnort

Bahnhof Deitingen

Der grösste Negativpunkt in der Umfrage ist der öffentliche Verkehr und die fehlende Anbindung ans Busnetz. (Archiv)

Bahnhof Deitingen

Eine Umfrage der Pro Senectute zeigt auch den grössten Schwachpunkt: Die fehlende Busverbindung. Die Pro Senectute hat die Deitinger Seniorinnen und Senioren über die Altersfreundlichkeit der Gemeinde befragt und die Ergebnisse im Gemeinderat präsentiert.

Der grösste Negativpunkt in der Umfrage ist der öffentliche Verkehr und die fehlende Anbindung ans Busnetz. Damit würde Deitingen an die Nachbardörfer angebunden. Geschätzt wird dafür der Zug. Wenn auch kritisiert wird, dass der Bahnhof nicht behindertengerecht ausgestaltet ist.

Per 31. Dezember 2018 wohnten in Deitingen 2217 Personen. 21,6 Prozent davon haben das Pensionsalter erreicht. Pro Senectute hat 470 Fragebogen verschickt. 136 (29 Prozent) wurden retourniert. Interessant sind die Antworten, was die Wohnsituation der Senioren angeht, 107 Personen wohnen in einem Einfamilienhaus, 21 in einer Wohnung und nur gerade zwei Personen in einer Alterswohnung. Über 90 Prozent der Befragten möchten in der Gemeinde wohnen bleiben. Pro Senectute empfiehlt darum, darauf zu achten, dass zahlbarer und barrierefreier Wohnraum erstellt wird.

Zentrum mit Läden wird geschätzt

Die Senioren schätzen in Deitingen die Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum mit Post und Bank. Mehrfach genannt wurde das Café Felber als Treffpunkt. Verbesserungspotenzial sehen die Senioren bei den Geh- und Radwegen, den Trottoirkanten und den Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum. Ein grosser Teil der Befragten weiss zudem nicht, ob und wo es in der Gemeinde öffentliche Toiletten gibt. Hier sieht die Pro Senectute denn auch Verbesserungspotenzial. Vermisst wird zudem ein öffentlicher Treffpunkt oder ein Ort, an dem Senioren selbst eine Veranstaltung organisieren können. Hier besteht die Empfehlung der Pro Senectute darin, diese Bereiche auf der Website der Gemeinde besser sichtbar zu machen. Die Umfrage hat nämlich auch gezeigt, dass sich 77 Prozent der Befragten online informieren.
Der Repla-Beitrag wird nicht bezahlt

Der Gemeinderat Deitingen hat seinen Entscheid, den Beitrag von 24 800 Franken für die Repla, für die sogenannte Kostenbeteiligung für das Jahr 2019, nicht zu bezahlen, bekräftigt. In den Jahren 2017 und 2018 wurde der Betrag überwiesen. Im Budget 2020 ist er laut Gemeindepräsident Bruno Eberhard ebenfalls wieder enthalten. Deitingen beruft sich auf Artikel 5 der Vereinbarung mit der Repla. Darin steht: «Kommt die Gemeinde durch nicht voraussehbares Wegbrechen budgetierter Erträge oder wegen unvorhersehbarer grosser Ausgaben in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, so kann sie beim Vorstand der Repla die Sistierung der vereinbarten Zahlungen auch innerhalb der laufenden Vereinbarung beantragen.»

Der Deitinger Antrag wurde im November 2018 vom Vorstand der Repla abgelehnt. Auch ein Wiedererwägungsantrag wurde vom Vorstand abgelehnt. Für Eberhard ist klar, dass Artikel 5 für Deitingen geltend gemacht werden kann. «Wir haben einen Bilanzfehlbetrag, der Betrag ist nicht im Budget 2019 enthalten und der Souverän hat deutlich gemacht, dass wir den Betrag nicht bezahlen sollen.» Die Repla hat den Betrag in der Zwischenzeit allerdings in Rechnung gestellt.
Kommt das Schwingfest nach Deitingen?

Der Gemeinderat hat zur Kenntnis genommen, dass die Abrechnung für das Dorffest einen Betrag von 43 000 Franken aufzeigt, der an die Vereine ausbezahlt werden kann. Möglicherweise steht Deitingen zudem schon bald das nächste grosse Fest ins Haus. Eine Gruppe Interessierter möchte sich für die Durchführung des Nordwestschweizerischen Schwingfestes im Jahr 2023 bewerben. Der Gemeinderat unterstützt diese Bewerbung.

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