Lohn-Ammannsegg
Senioren feiern das Klub-Jubiläum

Den Seniorenklub Zytlupe Lohn-Ammannsegg gibt es seit 40 Jahren. Das ist ein Grund zum Feiern.

Gundi Klemm
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Im Seniorenklub gehört Lotto auch ins Jahresprogramm. (Themenbild)

Im Seniorenklub gehört Lotto auch ins Jahresprogramm. (Themenbild)

Thomas Ulrich

Seit 17 Jahren steuert Anne Glaser mit ihrem Team die Geschicke des . «Wir lassen uns immer etwas Spezielles einfallen», erläutert die tatkräftige Mitbürgerin, die viele Jahre lang Erfahrung in einer Eltern-Selbsthilfe sammelte, die auf Interessen von Pensionierten zugeschnittene Programmgestaltung. «Es ist uns wichtig, verschiedenste Anreize für Zusammenkünfte und Begegnung im Dorf zu schaffen», betont Anne Glaser im Sinn ihrer aus Claire Schmid, Rösli Hauri, Jolanda Schnider, Albert Warthmann, Walter Ammeter und Ehemann Gerd Glaser bestehenden Organisationsgruppe.

Im Januar jeweils eröffnet der Neujahrshöck die monatlichen Aktivitäten, die sich vielfältig und bunt wie Perlen an einer Kette durchs Jahr ziehen. Für 2016 beispielsweise spannt sich der Angebotsbogen von Kaffeehöcks an verschiedenen Orten im Dorf zu zwei Car-Halbtagesausflügen, Wanderungen zu reizvollen Zielen in der Umgebung sowie zu Lotto- und Spielnachmittagen in der kälteren Jahreszeit. Verzichtet wurde inzwischen auf die jährliche Ferienwoche. Das Altersturnen organisiert Pro Senectute.

An Gründer erinnern

Umsichtig vorbereitet ist der aktuelle Jubiläumsanlass «40 Jahre Zytlupe», der im Waldhaus Lohn bei Speis und Trank begangen wird. «Wir wollen damit auch an die Arbeit weitblickender Gründer um Persönlichkeiten wie alt Ammann Luterbacher sowie die damaligen Komitee-Mitglieder Alfred Aeschbacher, Fermina Gröflin, Fritz Heiniger, Anna Heri, Walter und Werner Luterbacher, Werner Münch und Trudi Zumstein erinnern. Sie erkannten schon vor vier Jahrzehnten die Notwendigkeit eines Begegnungsforums für die ältere Bewohnerschaft», würdigt Anne Glaser.

An den Zusammenkünften sind jeweils zwischen 15 und 30 Personen beteiligt. Da aber heutige Pensionierte noch so interessiert mitten im Leben stünden, verzeichne die «Zytlupe» immer weniger jüngere Beteiligte, so Glaser. Sie wünsche sich noch mehr Durchmischung der Jahrgänge, wirbt sie um den «Zytlupe»-Nachwuchs. «Denn bei uns gibt es viel zu erleben, gute Gespräche und das Gefühl, hier zu Hause zu sein».

Die «Zytlupe» gehört zum Dorf

Alles war beim Waldhaus bereit für den Jubiläumsanlass. Doch viel mehr Personen als angemeldet kamen, um mitzufeiern. Zusätzliche Stühle wurden herangetragen, damit Anne Glaser die 38-köpfige Gesellschaft bei Himbeerbowle und bei Musik des Duos Troias willkommen heissen konnte. «Rückt zusammen und habt euch gern.» Barbara Fortmann vom Reformierten Pfarrkreis überbrachte Grüsse von Pfarrerin Dorothea Neubert und betonte, wie sehr die «Zytlupe» doch zum Dorf dazu gehöre. Stefan Keiser, Leiter der Katholischen Kirchgemeinde, analysierte den Begriff Zeitlupe als Aufnahmetechnik, die verlangsamte Bilder liefert. «In unserer schnelllebigen Zeit finden wir hier bei den Zusammenkünften die nötige Ruhe für ein genussvolles Miteinander», so Keiser .

Seit 30 Jahren sind Hans und Marianne Iseli mit viel Freude bei den «Zytlupe»-Veranstaltungen dabei. «Die Teilnehmenden haben uns immer gefallen, und es ist wichtig, sich mit Älteren auszutauschen und Kontakt zu halten», sagt der bald 88-jährige Hans. Das gute Verhältnis untereinander kann die weit über 90-jährige und so lebhaft wirkende Olga Rufer von Herzen bestätigen.

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