Selzach
Die Gunst der Stunde nutzen für ein Liegenschaftskonzept

Der Gemeindart Selzach hat der Erstellung eines Liegenschaftkonzeptes und einer Potentialstudie für die gemeindeeigenen Liegenschaften einstimmig zugestimmt.

André Weyermann
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Luftaufnahme von Altreu (Dorfteil von Selzach). Der Gemeinderat lässt ein Liegenschaftskonzept für die gemeinde ausarbeiten

Luftaufnahme von Altreu (Dorfteil von Selzach). Der Gemeinderat lässt ein Liegenschaftskonzept für die gemeinde ausarbeiten

Peter Brotschi

Bauverwalter Thomas Leimer skizzierte die Ausgangslage: Die Gemeinde besitzt verschiedene Liegenschaften innerhalb des Gemeindegebiets, ist bei Liegenschaften eingemietet oder hat finanzielle Beteiligungen bei öffentlichen Trägerschaften. Als Entscheidungsgrundlage für die mittel- bis langfristige Gemeindeentwicklung soll ein Liegenschaftskonzept erstellt werden. Dieses soll die Handlungsfelder «Nutzung, Verkauf, Vermietung oder Erwerb» aufzeigen und das vorhandene Potenzial dokumentieren.

Seitens der CVP und der SP wurden leichte Bedenken geäussert, dass bereits einige «Brocken» anstehen würden. Demgegenüber wurde darauf hingewiesen, dass die Voraussetzungen 2022 wohl für ein solches Vorhaben besser nicht sein könnten. Thomas Leimer wird in Pension gehen, aber gleichzeitig einen Nachfolger einarbeiten, so dass gleich zwei Fachkräfte zur Verfügung stehen würden.

Einstimmig wurde denn auch ein Kredit von 40'000.- ins nächste Budget aufgenommen, der Auftrag geht an die Firma «Baderpartner AG», die begleitet wird von einer Arbeitsgruppe «Liegenschaftskonzept 2022", bestehend aus der Gemeindepräsidentin, dem Bauverwalter, der Leiterin Kinderbetreuung, dem Gemeindeverwalter und je einer Vertretung pro Fraktion.

Umweltreglement wird revidiert

Auch ein Kredit von 10’000 Franken zur Erarbeitung eines Umweltreglementes passierte schlank (das bisherige stammt aus dem Jahr 1990). Der Präsident der Umweltkommission Stefan Affolter verweis auf diese Tatsache und auch darauf, dass man schliesslich das Energistadtlabel habe und dieses wieder anstrenge. Allerdings ist die Umwelt ein weites Feld. Daher beschloss man zuerst eine Art «Inhaltsverzeichnis» für das Vorhaben zu etablieren (Nachtragskredit 2021) und erst dann die Kreditauslösung 2022 (Firma Planar AG) zu gewähren.

Schliesslich passierte nach intensiver Diskussion ein Antrag der FDP-Fraktion, zwei Arbeitsgruppen (Ortsplanung und Verkehr) mit zwei weiteren Vertretern ihrer Partei zu ergänzen. CVP und SP hegten grösste Bedenken, das verstosse gegen Treu und Glauben, wenn bereits gut laufenden Arbeitsgruppen «ohne Not» verändert würden. FDP-Fraktionschef Christoph Stoll verweis einerseits auf proporzpolitische Überlegungen und merkte gleichzeitig an, dass man bereit sei, sich noch vermehrt zu engagieren.

Stärkste Fraktion winkt mit dem Zaunpfahl...

Er «drohte» zudem damit, dass, wenn die stärkste Fraktion in den Arbeitsgruppen ungenügend eingebunden sei, es gut dazu kommen könne, dass umfangreiche Vor-Arbeiten im Gemeinderat schliesslich gekippt werden können. Und damit sei auch niemandem gedient. CVP und SP blieben zwar bei ihren Bedenken, verzichteten aber grossmehrheitlich auf fundamentale Opposition, so dass mit einem Stimmenverhältnis von 9 zu 1 (1 Enthaltung) Adrian Vögeli (Verkehr) und Simon Hugi (Ortsplanung) die entsprechenden Arbeitsgruppen ergänzen.

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