Zuchwil
Seit 2015 nicht mehr in Betrieb: Jetzt wird die Tamoil-Tankstelle rückgebaut

Tamoil muss das Gelände an der Luzernstrasse in Zuchwil unverschmutzt zurückgeben. Die darauf stehende Tankstelle war seit Januar 2015 ausser Betrieb.

Urs Byland
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Seit 2015 nicht mehr in Betrieb, soll die Tankstelle an der Luzernstrasse jetzt rückgebaut werden.

Seit 2015 nicht mehr in Betrieb, soll die Tankstelle an der Luzernstrasse jetzt rückgebaut werden.

Rahel Meier

Es mutet für Ökofreaks wie ein Wunder an, wenn eine Tankstelle, angesichts des zunehmenden Verkehrs, geschlossen wird. Aber in Zuchwil ist das der Fall. Die Tankstelle an der Luzernstrasse in Richtung Autobahn, nach der Überführung über die Nord-Südstrasse ist schon seit Jahren verwaist. Nun soll sie zurückgebaut werden.

Die Tankstelle wurde am 1. Januar 2015 ausser Betrieb genommen, ist im Bericht zur Baupublikation nachzulesen. Dies nachdem sie 23 Jahre ihren Dienst versah. Denn am 1. September 1971 gestattete der Kanton der Firma Texaco auf dem Grundstück eine Benzintankstelle mit direkter Ein- und Ausfahrt auf die Luzernstrasse. 1976 wurde ein zusätzlicher Lager- und Serviceraum bewilligt. Seit Bestehen der Tankstelle wurden kleine Servicearbeiten wie Ölwechsel, Reifenmontage etc. im Freien ausgeführt.

1991 übernahm die Tamoil AG die Gesellschaft Texaco AG. Diese wollte kurz darauf eine komplett neue Tankstellenanlage erstellen. Das Projekt wurde aber nicht realisiert. Dennoch folgte 1993 ein Umbau. Ein Jahr später wurde bemerkt, dass mit der Inbetriebnahme der umgebauten Selbstbedienungs-Tankstelle ein Auto-Occasionshandel betrieben wurde, wobei die Fahrzeuge auf den Grünflächen standen. Dies war aber nicht erlaubt.

2011 wollte die Betreiberin der Tankstelle einen Ersatzneubau erstellen. Die Baukommission winkte aber schon zum Voraus ab. Gründe dafür waren das gefährliche Queren der Busspur, die Lage in einer Wohnzone W3 und die Versorgungsanlage. 2015 wurde die Tankstelle dann ausser Betrieb genommen.

Altlasten-Untersuchung

Die Betreiberin der Tankstelle und Baurechtsnehmerin, die Tamoil AG, muss das Gelände den Grundeigentümerinnen in unverschmutztem Zustand übergeben. Genau darin liegt das Problem für den Erd- und Mineralöl-Handelskonzern, der im Besitz einer libyschen Firma ist. Sämtliche Bauten und Infrastrukturanlagen müssen rückgebaut und entfernt werden. Zudem muss das Erdreich, das möglicherweise belastet ist, ebenfalls entsorgt werden.

Damit die kritischen Stellen beurteilt werden können, wurde eine Altlasten-Untersuchung durchgeführt. Diese soll Auskunft geben, ob die betrieblichen Tätigkeiten auf dem Areal zu einer Verschmutzung des Untergrunds führten. Weiter wurde das Gebäude auf allfällige Schadstoffe untersucht. Die untersuchende Firma empfiehlt, dass die Sanierung und die Entsorgung der schadstoffhaltigen Bausubstanz, durch eine Fachperson begleitet wird.