Die letzte Gemeindeversammlung hat dem Gemeindebeitrag zur Sanierung der Kriegstettenstrasse mit 1,06 Mio. Franken bereits zugestimmt. «Im besten Fall sieht der Zeitplan nun vor, dass der Ausbau im Frühling 2016 beginnen kann», erklärte Bauverwalter Ewald Kaiser bei der Vernehmlassung im Gemeinderat.

Grundsätzlich sei man in Gerlafingen sehr froh, dass es jetzt mit dem Ausbau dieses belasteten Strassenstücks vorwärtsgehe. Im laufenden Jahr erfolgt die Planung, die sicher laut Bauverwalter noch gewisse Optimierungen im Detail ermögliche. Wichtig seien vor allen Dingen aber die Verhandlungen mit den Landeigentümern durch den Kanton.

Denn links und rechts der Kriegstettenstrasse, dem Teil zwischen dem heutigen Denner und der Gemeindegrenze an der Autobahnzufahrt, müssen Landstreifen zur Linienbegradigung erworben werden, damit beidseitig Trottoirs neben der dann auf eine Breite von 7 Meter ausgebauten Strasse angelegt werden können. Alle Fussgängerquerungen werden wegen des hohen Verkehrsaufkommens mit Mittelinseln ausgestattet.

Im Bereich Sportfeld-/Grüttstrasse wird ein Mittelstreifen gebaut, der Veloverkehr wird separat geführt. Zwischen der Lerchenfeldstrasse und dem Bolacker teilen sich Velos und Fussgänger den Langsamverkehrsstreifen. In diesem Bereich ist zudem auch eine neue Bushaltestelle geplant. Der Veloweg von und zur Autobahnbrücke wird dort in einem Bogen geführt.

Die Zufahrt zur Tankstelle ist von Gerlafingen her weiterhin von der Hauptstrasse aus erreichbar. Bei der Einfahrt zum Bolacker hätten die Gemeinden Gerlafingen und Obergerlafingen gerne einen Kreisel realisiert. Doch die Anzahl der davon profitierenden Verkehrsteilnehmer war gemäss Zählung mit 5 Prozent zu gering, als dass die hohen Mehrkosten für derartige Strassengestaltungen vertretbar gewesen wären.

Gleiches gilt für die Einmündung Grüttstrasse, wo die Gemeindevertretung den Verzicht des Kantons auf einen Kreisel ebenso nachvollziehen konnte. Neben dem Neubau Fluryhof werden eine Bus-Bucht sowie ein Wartehaus errichtet auf einem Baufeld am Rande der heutigen Landwirtschaftsparzelle Letzkus. «Mittelfristig wird das am Sackwald liegende Bauernhaus Letzkus wegkommen», erläuterte der Bauverwalter. So könnte das Trottoir in voller breite realisiert werden.

Neue Route für Fahrräder

An der Kreuzung Lerchenfeldstrasse wird der Veloverkehr über eine Alternativroute geführt, die durch Quartierstrassen und dann südlich des Kirchackerschulhauses auf die Sportfeldstrasse stösst. Dieser Weg gilt natürlich auch für die umgekehrte Richtung. Für diese Wegstrecke, die zu den geförderten Langsamverkehrsmassnahmen zählt, sind Ausbaukosten von 420 000 Franken inklusive Landerwerb errechnet.

Gerlafingen beteiligt sich mit 22 821 Franken, den grösseren Anteil mit 45 168 Franken übernimmt Obergerlafingen, zu deren Gemeindegebiet der überwiegende Teil der Route zählt. Da sich die Bau- und Werkkommission inhaltlich bereits ausführlich mit der Dokumentation beschäftigt hatte, konnte der Rat auf weitere Diskussionen verzichten und zustimmend Kenntnis nehmen.

Fusionsprojekt Untere Emme

Sofern die Stimmberechtigten am 8. März der Fusion zustimmen, vereinigen sich die Gemeinden Utzenstorf, Bätterkinden, Wiler und Zielebach zur neuen Gemeinde Landshut. Der Fusions-Projektausschuss hatte Gerlafingen mit einer Vernehmlassung zu den Fusionsdokumenten bedient. Gemeindepräsident Peter Jordi konnte lediglich darauf hinweisen, dass Wiler und Zielebach Partner der Schiessanlage Bannholz sind, laut Zusammenarbeitsvertrag am gemeinschaftlichen Vermögen partizipieren und anteilmässig die Kosten tragen. Wenn die Fusion zustande kommt, werde der Vertrag von der neuen Gemeinde übernommen, lautete die Antwort vom Projektausschuss.