Biberist
Seit 1956 gab es einige Veränderungen im Altersheim

Das Alters- und Pflegeheim «Heimetblick» in Biberist feiert sein 60-Jahr-Jubiläum mit einem Lichterfest.

Agnes Portmann-Leupi
Drucken
Teilen
Heimleiterin Magdalena Kläy und Stiftungsratspräsident Manfred Kaufmann vor dem heutigen Haus.

Heimleiterin Magdalena Kläy und Stiftungsratspräsident Manfred Kaufmann vor dem heutigen Haus.

Agnes Portmann

«Mögen Glück und Freude in alten Tagen ein frohes Leben ermöglichen.» Diese Zeilen schrieb der ehemalige Regierungsrat Max Obrecht in der Solothurner Zeitung am 7. Dezember 1956 zur Einweihung des Altersheims «Heimetblick». Sein Wunsch ging vollends in Erfüllung. Nunmehr seit 60 Jahren werden betagte und pflegebedürftige Personen respekt- und liebevoll betreut und gepflegt.

Manfred Kaufmann, Präsident des Stiftungsratsausschusses, seit 1982 im Amt, freut sich über die Kontinuität der Heimleitung, die seit 20 Jahren Magdalena Kläy obliegt. Das erleichtere die Arbeit wesentlich und vereinfache die Zusammenarbeit. Bereits die allererste Heimleiterin habe die Stelle 33 Jahre innegehabt.

Mangel an Plätzen

Ende November feiert der im Laufe der Zeit zum Alters- und Pflegeheim (APH) gewachsene «Heimetblick» – eingebettet in den Bleichenberg mit wunderbarer Aussicht – sein Jubiläum.

Anerkennung gebührt den Initianten des «Heimetblicks», deren Handeln Regierungsrat Obrecht später als «Willensbeweis der Humanität» bezeichnete. Noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs nämlich gelangte der Regierungsrat an die Oberamtmänner der Amteien Solothurn-Lebern und Bucheggberg-Kriegstetten.

Er signalisierte, dass bereits in allen Bezirken des Kantons Altersheime bestünden, im oberen Kantonsteil jedoch ein Mangel herrsche. Im September 1943 tagten 70 Vertreter von Staat, Gemeinden, Industrie und Gewerbe, Privaten sowie karitativen Organisationen im Kantonsratssaal und gründeten eine Vereinigung, mit dem Ziel der Errichtung von Heimen. Gut ein Jahr später wurde die Stiftung «Altersheim der Bezirke Solothurn, Lebern, Kriegstetten» ins Leben gerufen.

In Biberist ging daraus das «Altersheim Heimetblick» hervor. «Ein glücklicher Stern waltete über der Aktion zur Beschaffung der finanziellen Mittel», schrieb Regierungsrat Obrecht. Fast eine Million Franken kam zusammen. Anfang Dezember 1950 konnte das Grundstück im Bleichenberg gekauft werden – zum Preis von 5.50 Franken pro Quadratmeter. Baubeginn war im April 1955 mit einem Kostenvoranschlag von 924'000 Franken. Realisiert wurden für damalige Verhältnisse sehr geräumige 36 Einer- und 4 Ehepaarzimmer.

Teil 1 des Zeitungsartikels über das «Heimetblick»

Teil 1 des Zeitungsartikels über das «Heimetblick»

Archiv/ zvg
Teil 2 des Zeitungsartikels über das «Heimetblick»

Teil 2 des Zeitungsartikels über das «Heimetblick»

Archiv/zvg

Weiterer Neubau geplant

«Sechs bis zehn Franken betrugen die Kosten anfänglich pro Aufenthaltstag», erzählt Manfred Kaufmann. 1977 stiegen sie auf 26 bis 30 Franken. Magdalena Kläy verdeutlicht, dass sich auch die Ausbildung verändert habe, die früher praxisbezogener gewesen sei. Ebenso beanspruche die administrative Arbeit heute erheblich mehr Zeit. Angehörige seien zudem kritischer geworden.

ZVG

Über all die Jahre wurden im «Heimetblick» bauliche Veränderungen vorgenommen, etwa 1969 mit dem Erweitern und Modernisieren der Küche und 1975 mit dem Vergrössern der Wohnung der «Vorsteherin». Im Juni 2008 konnte ein grosser Um- und Neubau eingeweiht werden. Er schafft 22 pflegebedürftigen Bewohnern im neuen Bautrakt und 40 demenzkranken Personen im umgebauten ehemaligen Heim Lebensqualität. Für das Wohl der Bewohnenden sorgen 70 Mitarbeitende. Manfred Kaufmann informiert, dass ein weiterer Neubau in Planung sei. Anfang 2017 werde das Vorhaben den Anwohnern vorgestellt.

Lichterfest zum 60-Jahr-Jubiläum im Alters- und Pflegeheim «Heimetblick» in Biberist: Fr 25. bis So 27. November, jeweils von 17 bis 20 Uhr.

Aktuelle Nachrichten