Gerlafingen

Schwertransport für den neuen Schmelzofen des Stahlwerkes – Baustelle erschwerte die Fahrt

Die Stahl Gerlafingen AG bekommt einen neuen Schmelzofen. Das Ober- und das Untergefäss wurden mit Lastwagen angeliefert.

Morgens um halb fünf in der Stahl Gerlafingen AG. Ein Schwertransport steht vor den Werkstoren. Der Lastwagen bringt das Ober- und das Untergefäss für den neuen Schmelzofen. Ein Elektrolichtbogenofen sei die genaue Bezeichnung dafür, erklärt Dr. Stefan Wilck, Technischer Projektleiter (Stahl Gerlafingen AG).

Das Interesse am neuen Schmelzofen ist gross, viele Mitarbeiter freuen sich und sehen sich den Transport durch das Firmengelände an. Millimetergenau müssen die Chauffeure in die Werkhalle einfahren, in der bereits die Wiege steht, auf der die beiden Gefässe aufgebaut werden.

Der Eingang zur Halle wurde extra für die Anlieferung verbreitert. «Wir mussten ein Stück Wand herausschneiden, damit die beiden Teile für den Schmelzofen in die Halle hineingefahren werden können.» Das Werk in Gerlafingen steht zurzeit, weil die normale Sommerrevision ausgeführt wird. «In den nächsten Tagen wird der alte Schmelzofen demontiert und dann voraussichtlich eingeschmolzen und rezykliert», so Wilck.

Millimeterarbeit: Der Stahl-Schwertransport kommt in Gerlafingen an

Millimeterarbeit: Der Stahl-Schwertransport kommt in Gerlafingen an.

Die Investitionen in den Standort und die Werke werden damit unterstrichen. Stahl Gerlafingen ist in den letzten rund 18 Monaten um 10% gewachsen in der Mitarbeiterzahl und hat neue Stellen geschaffen. Dies zeigt den hohen Stellenwert des Werkes innerhalb der Beltrame Gruppe. Mit diesem Grossprojekt wird die Infrastruktur weiter modernisiert und die Prozesse optimiert.

Insgesamt 12 Personen haben den Schwertransport begleitet. Die Firma Toggenburger war verantwortlich für die Fahrzeuge und hat sie um Mitternacht in Stein (Aargau) in Empfang genommen und bis nach Gerlafingen begleitet. Auch für Christof Bissegger und Martin Badertscher war es ein eher spezieller Auftrag. «Die Breite der beiden Teile ist schon extrem», erklären sie auf Nachfrage. 7.40 und 7.70 Meter messen die beiden Gefässe. 32 und 34 Tonnen schwer sind sie. Aber der Transport habe gut funktioniert.

Ungewohnt war die Fahrt von der Autobahnausfahrt Kriegstetten her bis zur Stahl Gerlafingen AG. Weil auf der Kriegstettenstrasse der Belag eingebaut wird, musste der Voraustrupp nicht nur alle Verkehrsschilder abmontieren, damit der Transport durchkam, sondern auch alle Baustellenabschrankungen wegräumen und später wieder aufstellen. Und zwischendurch galt es auch hier gut aufzupassen. Die Strasse ist an ihrer schmalsten Stelle nämlich nur gerade sieben Meter breit.

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