Starkniederschläge führten in den letzten Jahren in Niederwil und Hubersdorf zu Schäden. Die Geologie ist zudem im Unterleberberg nicht unproblematisch. Bei Wassersättigung neigt das Gelände zu Rutschungen. Ebenso sind die Bäche teilweise stark ins Gelände eingeschnitten und die Waldbestände entlang der Bäche weisen verbreitet eine geschlossene, sichte und meist einförmige Bestockung auf, die langfristig in ihrer Stabilität gefährdet ist.

Um mehr Sicherheit zu bekommen, soll in den Gemeinden Balm bei Günsberg, Günsberg, Kammersrohr und Riedholz ein Schutzwaldprojekt aufgegleist werden. 19 Schutzwaldflächen von gesamthaft 61 Hektaren sind berücksichtigt. Auf 25 Hektaren sind in den Jahren von 2016 bis 2025 keine waldbaulichen Massnahmen geplant.

Konkret wurden entlang den Bächen im Unterleberberg gerinnerelavante Schutzwälder ausgeschieden. Damit soll die Waldstruktur entlang der Bäche und damit verbunden die Schutzwirkung der Hangwälder verbessert werden. Da die geplanten Massnahmen auch an der Siggern in Flumenthal zur Sicherheit beitragen, beteiligt sich die Einwohnergemeinde Flumenthal ebenfalls am Projekt.

Der betroffene Wald ist im Eigentum von 120 Waldbesitzern. Alle Eigentümer, für deren Parzellen in den Jahren 2016 und 2017 Massnahmen geplant sind, haben sich mit dem ausgearbeiteten Projekt einverstanden erklärt. Die Massnahmen kosten bis ins Jahr 2025 total 350 000 Franken, 80 Prozent oder 280 000 Franken übernimmt der Kanton. Die restlichen 70 000 Franken müssen die Nutzniesser zahlen. Der Regierungsrat hat das Schutzwaldprojekt «Gerinne» nun ebenfalls genehmigt. (rm/rrb)