Langendorf
Schulraumerweiterung kostet ziemlich sicher 17,42 Millionen

Der Gemeinderat Langendorf hat das Bauprojekt der Schulraumerweiterung behandelt und die vakante Schulleiterstelle besetzt. Ein Langendörfer wird die Stelle besetzen.

Nadine Schmid
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Das Projekt für die Schulraumerweiterung in Langendorf.

Das Projekt für die Schulraumerweiterung in Langendorf.

zvg

Architekt Benedikt Graf und Bauleiter Andreas Jenni stellten dem Gemeinderat das Bauprojekt für die Schulraumerweiterung vor. Dabei erwähnte Graf auch den durchgeführten Workshop, bei dem alle Beteiligten, die die Schulanlagen benutzen, ihre Wünsche anbringen konnten. «Wir haben diese klar als Wünsche, nicht als Forderungen behandelt», sagte Graf. Unter anderem wurde dadurch deutlich, welch hohen Stellenwert die Sitzarena einnimmt, die ursprünglich in der neuen Schulanlage nicht eingeplant war. Die grössten Änderungen betreffen die Umgebungsgestaltung.

Die Arena wird wegen des grösseren Eingangs der Doppelturnhalle leicht nach Westen verschoben. Der Platz solle so bleiben, wie er ist, werde jedoch noch etwas höhere Aufenthaltsqualität durch Sitzbänke und durch weitere schattenspendende Bäume erhalten. Auf eine Neuanordnung der Parkplätze vor der Alten Turnhalle wurde aus Kostengründen verzichtet, da es nur einen ästhetischen Mehrwert mit sich bringe. Beim Schultrakt M und der Doppelturnhalle konnten die Kosten leicht eingespart werden. Dadurch konnte eine Reserve von 30 000 Franken für das Gebäude F geäufnet werden, über deren Verwendung sich die Spezialkommission zu gegebenem Zeitpunkt Gedanken machen wird.

Die Verschiebung des Hydranten beim Schultrakt M ist in den Kosten miteinberechnet, ein neuer, von der Schweizerischen Gebäudeversicherung geforderter Hydrant indes jedoch nicht. Die Abklärungen sind noch im Gange. Der Kostenvoranschlag für das Bauprojekt sämtlicher Gebäude und technischen Installationen beläuft sich auf 17,42 Millionen Franken. «Im Zentrum des Kostenvoranschlags lag einerseits, dass die Kosten nicht überschritten werden und dass es andererseits zu Verbesserungen kommt», so Jenni. «Als Fazit lässt sich sagen, dass wir bezüglich der Kostenschätzung an Sicherheit gewonnen haben. Eine Überschreitung ist nicht zu befürchten.»

Der Gemeinderat hat das Bauprojekt für die Schulraumerweiterung genehmigt. In diesem Zusammenhang wurde auch der Kommandoposten erwähnt. Es ist geplant, den Rückbau zeitgleich mit dem Bau der Doppelturnhalle vorzunehmen. Der Kommandoposten soll zur Zivilschutzanlage umgebaut werden, einen Teil der Kosten wird der Bund tragen. Auch die Treppenanlage aus den 60er Jahren ist sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat wird zu gegebenem Zeitpunkt von der Spezialkommission Anträge erhalten.

Langendörfer wird Schulleiter

Die Geslor (Gemeinsame Schule Langendorf/Oberdorf/Rüttenen) hat einen neuen Schulleiter für die Schulen Oberdorf und Sek I in Langendorf gefunden. Dabei wird mit Thomas Zwygart ab kommenden 1. August ein Langendörfer diese Anstellung antreten, der auch die Schule im Dorf besuchte. Als Betriebsökonom bringt er die nötigen Voraussetzungen für den Schulleitungsposten mit.

Die Schulleitungsausbildung wird er in naher Zukunft nachholen. Zwygart kann trotz fehlender Lehrerausbildung auf mehrere Jahre Erfahrung als Lehrer in der Kreisschule Gäu zurückblicken. Der Gemeinderat genehmigte die Anträge der Geslor und bestätigt damit die Wahl von Zwygart. Dabei sprach der Rat seine Zufriedenheit darüber aus, einen Langendörfer in diesem Amt zu wissen, der den Puls der Schule und des Dorfes spüre und sich sehr für Jugendliche engagiere.

Zusammenarbeit mit Oberdorf

Eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich Wartungsarbeiten von Gemeindeliegenschaften wurde in den Einwohnergemeinden Langendorf und Oberdorf bereits vor rund fünf Jahren thematisiert. Oberdorf hat dabei diese Überlegungen aufgrund von damals bestehenden Arbeitsverträgen fallen gelassen. Nun ist dieses Geschäft wieder aktuell. Der Gemeinderat Oberdorf hat dem Projekt zugestimmt. Bisher fand die Gemeinde mit einem eigenen Hauswart keine zufriedenstellende Lösung in der Hauswartung.

Die Idee des Projekts: Die Reinigungskräfte und Aushilfen von Langendorf übernehmen die anfallenden Reinigungsarbeiten in den Liegenschaften der Einwohnergemeinde Oberdorf in einem Teilzeitpensum, was kostengünstiger ist und flexiblere Einsätze zu Spitzenzeiten möglich macht. Lediglich der Unterhalt der Schwimmanlage sowie die Wärmeerzeugung der Schulanlage werden von Oberdorf extern vergeben. Dabei vermuten beide Gemeinden, dass sich durch die Zusammenarbeit Synergien ergeben, wie beispielsweise ein zentraler Einkauf oder eine zentrale Personalschulung. Der Verantwortliche für die Hauswartung der Gemeindeliegenschaften in Langendorf, Benjamin Gfeller arbeitete am Projekt mit. Er könne voll und ganz hinter dem Projekt stehen, wie er erklärte. Für den Gemeinderat das entscheidende Kriterium, einstimmig grünes Licht zu geben.

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