Rüttenen
Schulhausumbau bringt grosse Verschuldung, aber Steuern erhöhen ist kein Thema

Im Zentrum des Budgets 2018 steht die hohe Verschuldung durch das Schulhausprojekt. An der Gemeindeversammlung wird die Bevölkerung über den Gesamtaufwand von 5.9 Millionen Franken abstimmen können. Auch gibt es neue Informationen zur Buslinie 2.

Nadine Schmid
Drucken
Teilen
Schulhaus Wildbach in Rüttenen

Schulhaus Wildbach in Rüttenen

Hanspeter Bärtschi

Es steht nun fest: Per Fahrplanwechsel 2018 wird die Linie 2 bis Rüttenen Endstation ausgeweitet. Dies kostet die Gemeinde 16'800 Franken im Jahr. Somit beträgt der Ertragsüberschuss der Erfolgsrechnung vom kommenden Jahr 83'090 Franken. Das Budget 2018 orientiert sich sehr am Vorjahresbudget, die Nettoaufwände in den einzelnen Bereichen entsprechen mehrheitlich jenen der Vorjahre. Die Investitionsrechnung weist mit rund 3.85 Mio. Franken hohe Ausgaben aus, darin enthalten ist ein Teilbetrag von 3.2 Mio. Franken für die Sanierung des Schulhauses Widlisbach. Durch die Nettoinvestitionen schliesst die Erfolgsrechnung, die einstimmig angenommen wurde, mit einem Finanzierungsfehlbetrag von 3.53 Mio. Franken ab, die Gemeinde wird sich dadurch hoch verschulden. Die Vorgabe über die maximale Nettoverschuldung ist mit dem Budget 2018 aber eingehalten.

Mehr einnehmen oder weniger ausgeben

In der Stellungnahme der Finanzkommission betonte Urs Allemann, Vizepräsident, die wichtige Stellung des neuen Schulhauses in den finanziellen Überlegungen des Budgets 2018. Die Finanzplanung in Anbetracht dieses Generationenprojekts ginge nach dem Stand der gegenwärtigen Berechnungen im Moment gut auf und sei für die Gemeinde tragbar. Nach 2019/20 würde die Verschuldung wieder zurückgehen, ausserdem habe man 30 Jahre für die Abschreibungen Zeit. Allemann: «Aber es ist dennoch festzustellen, dass es eine knappe Berechnung ist und dass wir nicht in die Zukunft sehen können: Womöglich müssen deshalb weitere finanzielle Massnahmen ergriffen werden.» Aus heutiger Sicht sei nach Allemann keine Steuererhöhung nötig. Wenn weitere Massnahmen ergriffen werden müssten, habe die Einwohnergemeinde zudem verschiedene Möglichkeiten. «Sie kann versuchen, mehr einzunehmen oder weniger auszugeben.» Auch könne sie überprüfen, ob sie Geschäfte, die nicht in ihrer Kernkompetenz liegen, abgeben möchte, womit sich weiteres Geld generieren liesse. Der Steuerfuss bleibt mit 112 Prozent unverändert, die Gemeinde wird die Steuern nicht präventiv erhöhen. Bei der Gemeindeversammlung wird die Bevölkerung über das Budget und über die Sanierung des Schulhauses und den damit verbundenen Gesamtbetrag von 5.9 Mio. Franken – abstimmen können.

Im Weiteren hat der Rat:

- das Budget der Alterssiedlung Rüttenen genehmigt;

- die Vereinbarung betreffend des zu verschiebenden Hydranten beim Bauernhof von Daniel Reinhart an der Galmistrasse gutgeheissen. (nsg)

Aktuelle Nachrichten