Rüttenen

Schulhaussanierung belastet das Budget für 2019

Das Schulhaus Wildbach in Rüttenen

Das Schulhaus Wildbach in Rüttenen

Die Gemeinde Rüttenen weist einen Aufwandüberschuss von 145'387 Franken und schon bald eine ungewohnt hohe Verschuldung aus.

Das Budget für 2019 zeigt nach der Überarbeitung durch die Finanzkommission (Fiko) einen Aufwandüberschuss von 145'387 Franken. Dieser komme nicht unerwartet, wie Markus Boss (Präsident Fiko) im Gemeinderat erklärte. Wegen der Sanierung des Schulhauses seien im Budget nicht nur Investitionen in der Höhe von 2,55 Mio. Franken, sondern auch Abschreibungen in der Höhe von 179'000 Franken enthalten. Weiter kommen 40'000 Franken zusätzliche Zinskosten dazu. «Das heisst, dass die Schulhaussanierung die Rechnung 2019 mit zusätzlich 220'000 Franken belastet.»

Obwohl das Budget einen Aufwandüberschuss vorsieht, hat die Fiko einen Betrag von 335'841 Franken in der Investitionsrechnung für die Sanierung der Oberrüttenenstrasse stehen lassen. Die Verantwortlichen des Bauwesens würden eine Strategieänderung betreffend Strassenunterhalt vorsehen. Neu sollen die Strassenabschnitte komplett saniert werden, nicht immer nur ausgebessert. «Das wird in den nächsten Jahren höhere Kosten verursachen, wirkt sich langfristig aber positiv aus», so Boss. 

Im Budget eingerechnet ist auch eine Lohnerhöhung für das Gemeindepersonal von einem Prozent, wie sie auch das Kantonspersonal erhält. Positiv für Rüttenen wirke sich zudem die vorgesehene Revision des Strassengesetzes aus, durch die die Gemeinde von Zahlungen an die Sanierung der Kantonsstrassen entlastet wird.

Auf der Einnahmeseite hat die Fiko den Steuerertrag leicht höher als im Vorjahr angesetzt, nämlich mit 4,62 Mio Franken (+ 2 Prozent im Vergleich zu 2018). Die Spezialfinanzierungen weisen laut Boss einen Aufwandüberschuss aus, der aber mit deren Eigenkapital gedeckt werden könne. Vorderhand sei eine Gebührenanpassung nicht nötig. «Die Verschuldung der Gemeinde nimmt im nächsten Jahr um rund 2,7 Mio. Franken zu. Die Prognosen zeigen eine Verschuldung von 4130 Franken pro Einwohner, was einer hohen Verschuldung entspricht.» Trotzdem sei die Situation besser, als noch Ende letzten Jahres vermutet. «2018 sollte ebenfalls keine negativen Überraschungen bringen», so Boss weiter.

Das Budget wurde mit dem bisherigen Steuerfuss von 112 Prozent gerechnet. In der Detailberatung, durch die Gemeindeverwalter Franz Lüthi führte, gab es keinerlei Fragen oder Änderungswünsche. Alle Anträge wurden einstimmig genehmigt und das Budget wird wie besprochen der Gemeindeversammlung vorgelegt.

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