Rüttenen
Schüler zum Skelettfund: «Wir meinten zuerst, es seien Mammutknochen»

Im Rüttener Wald haben Schüler der Rudolf Steiner Schule Solothurn letztes Jahr ein Skelett gefunden. Jetzt sprechen sie über ihre «gruslige» Entdeckung.

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Das Skelett wird von Simone Mayer von der Kantonsarchäologie ausgegraben.

Das Skelett wird von Simone Mayer von der Kantonsarchäologie ausgegraben.

zvg/Kantonsarchäologie Solothurn

Sie wollten an besagtem Tag im Mai 2014 im Wald eine Höhle bauen. Sie gruben und gruben, bis sie plötzlich auf Knochen stiessen. «Zuerst kamen die Füsse zum Vorschein, danach die Beine und der Bauch», erzählen die Schüler in der SRF-Sendung «Regional-Diagonal» vom Samstag. Der Kopf sei dann von der Kantonsarchäologie ausgegraben worden.

Die Kinder haben an vieles gedacht, als sie die menschlichen Überreste entdeckten; an eine Steinmauer, an Mammutknochen. «Gruslig» sei das gewesen.

Anfang Januar erklärte Ylva Backman, Projektleiterin beim kantonalen Amt für Denkmalpflege und Archäologie, dass die Knochen aus dem 7. Jahrhundert stammen. Es soll sich um einen Mann im Alter von 40 bis 60 Jahren gehandelt haben. Das Skelett weist mehrere Verletzungen auf.

Die Kinder der Rudolf Steiner Schule wissen über diese Wunden Bescheid. «Er hatte am Schädel einen Schnitt, der ihm wahrscheinlich durch einen Säbel oder eine Axt zugefügt worden war», erklären sie. Zudem habe er an Kinderlähmung gelitten und ein Geschwür an der Hand gehabt.

Die Gruben-Bauer mussten ihr Geheimnis lange für sich behalten. Sonst wäre vielleicht einfach jemand in den Wald gegangen und hätte das Skelett noch vor der Kantonsarchäologie ausgegraben. (ldu)

Das Skelett wird von Simone Mayer von der Kantonsarchäologie ausgegraben.
3 Bilder
Das Skelett wird von Simone Mayer von der Kantonsarchäologie ausgegraben.
Das Skelett (Körperbestattung ohne Beigaben)

Das Skelett wird von Simone Mayer von der Kantonsarchäologie ausgegraben.

zvg/Kantonsarchäologie Solothurn