Gerlafingen
Schüler gestalten die Umgebung des Schulhauses Kirchacker neu

Im Rahmen ihrer Projektarbeit setzten sich 31 Schülerinnen und Schüler mit der Lebensqualität ihres Pausenplatzes auseinander.

Rahel Meier
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Schulhausumschwung Kirchacker Gerlafingen
8 Bilder
Der Hängematten-Stern – vorgestellt von Valerie Frickart
Die Kunstwand – vorgestellt von Sharon Novello, das Band wird von der Mutter einer Schülerin durchschnitten
Der Weiher – vorgestellt von Tim Burkhalter
Die Hochbeete – vorgestellt von Filip Mitrovic
Hier durchschneidet Beat Blaser, Vater einer Schülerin, das Band.
Die Hochbeete gefallen vor allem den Eltern.
Und ganz zum Schluss: Das schön angerichtete Aperobuffet wurde eröffnet. Schulhaus Kirchacker. Die Projekte, die die Schüler im Aussenraum gebaut haben, werden eingeweiht.

Schulhausumschwung Kirchacker Gerlafingen

Hanspeter Bärtschi

Rund ein Jahr dauerte es von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Am Dienstagabend luden die 31 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3Ba und 3Bb ihre Familien, Lehrerinnen und Lehrer, Behördenmitglieder und Sponsoren zur Einweihung ihrer Projektarbeiten ein. Gemeinsam mit ihren Lehrpersonen Benjamin Schmid und Marc Lange setzten sie fünf Projekte zur Verschönerung der Schulhausumgebung um. Zwei weitere Projekte konnten nicht realisiert werden. Unter anderem aus Sicherheitsgründen.

«Ich war nicht immer sicher, ob wir das wirklich alles schaffen», gab Benjamin Schmid am Dienstagabend zu. Die Projekte hätten den Schülerinnen und Schülern viel abverlangt. Zuerst waren die Vorarbeiten zu machen wie Pläne zeichnen, ein Baugesuch eingeben oder das Projekt im Gemeinderat präsentieren. Gross war die Freude, als die Behörden «Ja» sagten und spontan einen Beitrag von 2000 Franken für die Umsetzung sprachen. Danach ging es an die Suche von Sponsoren. «Die Schüler mussten auf Leute zugehen, verhandeln, Mails schreiben, rechnen, zeichnen, pickeln, Prioritäten setzen, warten lernen und sich dann wieder beeilen.» Schmid lobte die beiden Klassen und auch seinen Kollegen Marc Lange und dankte allen Beteiligten.

Fünf Projekte umgesetzt

Der Hängematten-Stern – vorgestellt von Valerie Frickart: Zuerst wollten die Schüler einzelne Hängematten verteilt auf dem ganzen Schulgelände aufhängen. Aber das befriedigte sie nicht. Schliesslich entstand die Idee, mehrere Matten an einem Baum festzumachen und sie sternartig anzuordnen.

Die neue Steinarena – vorgestellt von Leotrim Kastrati: Die bestehende Arena war komplett überwachsen. Die Steine wurden geputzt und neu angeordnet. Zudem wurde das Terrain leicht erhöht, sodass ein schöner Platz entstanden ist mit Sonne und Schatten, der sowohl für den Unterricht, als auch in den Pausen genutzt werden kann.

Der Weiher – vorgestellt von Tim Burkhalter: Der Weiher war komplett verwildert und musste ganz neu erstellt werden.

Die Kunstwand – vorgestellt von Sharon Novello: Endlich ein Platz an dem ganz legal Graffits gesprayt werden dürfen.

Die Hochbeete – vorgestellt von Filip Mitrovic: Die Beete exakt zusammenzubauen stellte die Schüler vor eine knifflige Aufgabe. Das Auffüllen der Kästen mit Erde war dann in den vergangenen Hitzetagen eine spezielle Herausforderung.

Viel Unterstützung

«Unser Schulhaus war beinahe perfekt. Aber eben nur beinahe», meinte eine der Schülerinnen stellvertretend für ihre Klassenkollegen. «Jetzt ist es toll.» Zu dritt bedankten sich die drei Schülerinnen der Administrationsgruppe dann bei allen Sponsoren. Sie haben die Schule nicht nur finanziell unterstützt, sondern teilweise auch mit Material oder Arbeitsgeräten, die vor Ort genützt werden konnten.

Vizegemeindepräsident Thomas Wenger überbrachte die Grüsse der Gemeinde Gerlafingen. «Mir gefällt, was hier entstanden ist. Das habt ihr gut gemacht», meinte er. Der Gemeinderat sei bestrebt, die Schule soweit als möglich zu unterstützen. Denn die Jugend sei die Zukunft. Auch Schulleiter Nicolas Weingart gratulierte. Viel Arbeit stecke in den Projekten. «Ihr habt Spuren hinterlassen mit eurer Arbeit und dem Pausenplatz ein neues Gesicht gegeben.»
Mit einem kurzen Video wurde aufgezeigt, wie die Bauarbeiten abgelaufen waren. Danach luden die Schülerinnen und Schüler alle ein, die Projekte draussen zu besichtigen.