Der Gemeinderat befasste sich an seiner Sitzung mit dem Finanzplan. Wegen der Schulraumerweiterung sei, wie Gemeindeverwalter Kurt Kohl erklärte, nur das Nötigste im Finanzplan 2019–2023 aufgenommen worden. Die Steuererhöhung und das prognostizierte Bevölkerungswachstum würden zwar zu einem Einnahmewachstum führen, jedoch würden die Ausgaben genauso steigen, sodass die jährlich erwarteten Ertragsüberschüsse jeweils abnehmen würden.

Die Schuldenbremse vom Kanton könne durch eine geschickte und sparsame Ausgabenpolitik umgangen werden. Die Nettoschuld pro Einwohner soll im Jahr 2022 ihren Höhepunkt mit 3731 Franken erreichen und von da an leicht abnehmen. Finanzkommissionspräsident Rolf Truninger ergänzte: «Durch die Steuererhöhung sieht der Schuldenverlauf nun auf lange Sicht positiv aus.»

Auch wurde der jährliche Rundgang mit dem Werkhof in Bezug auf Belagsanierungen vorgenommen und die Arbeiten vom Gemeinderat einstimmig an die Firma Marti AG in Solothurn vergeben. Der Schwerpunkt würde die Instandstellung der Randabschlüsse und Entwässerung des Schützenwegs im Bereich der Einfahrt vom Sunnerain in den Schützenweg darstellen, wie Daniel Hürlimann (FDP) erklärte. Bei starkem Regen würden die Strassen beim Sunnerain zu Bächen und die Einlaufschächte mit Sand verstopft, was im letzten Jahr zu mehrmaligen Feuerwehreinsätzen führte. Durch die Sanierung der Einlaufschächte sowie dem Bau zwei neuer Einlaufschächte soll das Problem behoben werden.

Es sollen Wohnungen entstehen

Die Gemeinde hat das Grundstück Erliacker an der Gewerbestrasse verkauft. Die von der Gemeinde im Vorfeld vorgenommene Schätzung des Wertes des Grundstückes ergab 450 Franken pro Quadratmeter. Nach genauer Einsicht der vier eingegangen Offerten hat sich die Gemeinde für den Verkauf an Marc Ronald Schneitter aus Feldbrunnen-St. Niklaus entschieden. Schneitter hat angeboten, das Grundstück für 580 Franken pro Quadratmeter zu erwerben, was gesamthaft einer Summe von 562'020 Franken entspricht. Dabei plant er,
auf dem Grundstück Wohnungen zu realisieren.

Frust wegen Demission

Benjamin Sigrist wurde als Nachfolger von Patrick Suter (FDP) gewählt, der in einem Schreiben kurz vor den Sommerferien auf die Gemeinderats-Sitzung vom 13. August demissionierte. «Nach vielen Jahren ist für mich die Zeit gekommen, neuen Kräften Platz zu machen», hielt Suter schriftlich als Begründung fest. Mit seinem Rücktritt gab er damit auch seine Mitgliedschaft in der Elektrakommission und der Spezialkommission Schulraumerweiterung auf. Die Demission wurde mit fünf zu zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen genehmigt.

Über die Demission herrschte Unmut im Rat. Es sei das erste Mal, dass er eine Demission nicht billige, erklärte Gemeindepräsident Hanspeter Berger (SP). «Sie ist so nicht akzeptabel. Patrick Suter hat mit der Kündigung der AEK vor den Sommerferien ein wichtiges Geschäft angerissen und Interesse daran bekundet, stattdessen etwas Neues auf die Beine zu stellen. Explizit hat er gesagt, dass wir diesen Schritt der Bevölkerung schulden.

Und dann dieser Rücktritt vor der Umsetzung. Das geht nicht. Das ist nicht fair gegenüber den Einwohnern.» Die FDP ging in der Sitzung eher zurückhaltend auf den Rücktritt von Suter ein. So erklärten die FDP-Räte, dass sie das Gespräch mit Suter gesucht hätten, und dass auch für sie der Rücktritt trotz Anzeichen in der Vergangenheit sehr überraschend gekommen sei.