Biberist

Schulanlage Bleichematt ist die 8,7 Mio. Franken wert

Das Schulhaus Bleichematt in Biberist wird saniert.

Das Schulhaus Bleichematt in Biberist wird saniert.

Die Sanierung der Schulanlage Bleichematt scheint unbestritten. An der Gemeindeversammlung von Biberist gab es für die Vorlage ein einstimmiges Ja.

Gemeindepräsident Martin Blaser erklärte den 56 anwesenden Stimmberechtigten nochmals die Strategie, die der Gemeinderat in der Schulraumplanung verfolge. Es sollen immer in sich abgeschlossene Projekte angepackt werden.

Gebaut werde nur, was finanzierbar sei. Bereits abgeschlossen sind die Sanierung des Schulhauses Mühlematt, des Oberen Schulhauses und der Bau der Mehrfachsporthalle. In Planung und bereits genehmigt sind die Sanierung der Alten Turnhalle und der Neubau des Pavillons an der Bernstrasse. Das Werkhofschulhaus und das Untere Schulhaus stünden, wie auch die Kindergärten, noch an. «Wie es dort weitergeht, werden wir in der nächsten Legislatur sehen, wenn wir wissen, wie viel Geld uns dafür zur Verfügung steht.»

Weil die Gemeindeordnung in Biberist für Ausgaben ab 2 Mio. Franken eine Urnenabstimmung vorsehe, könne an der Gemeindeversammlung nur Eintreten auf die Vorlage beschlossen werden. «Wir werden voraussichtlich im Juni einen Vorschlag vorlegen, diesen Betrag zu erhöhen», blickte Martin Blaser am Montagabend bereits voraus.

Beat Affolter (Präsident Kommission für Schulraumplanung, KSRP) erläuterte nochmals kurz die Fakten und ging auf die Kosten von 8,7 Mio. Franken ein. Die Bausubstanz der Schulanlage Bleichematt sei gut, aber seit der Einweihung im Jahr 1956 sei keine Sanierung erfolgt. Nach der Sanierung würden die neuen Bauvorschriften erfüllt und die Schule sei fit für die modernen Unterrichtsmethoden. Ausserdem könne dann auch die angestrebte Campuslösung realisiert werden. Die Primarstufe und neu auch die Tagestrukturen finden genug Platz in der Bleichematt und der Mühlematt. Die Oberstufe konzentriert sich auf die Schulhäuser an der Bernstrasse.

Eintreten wurde diskussionslos beschlossen. Anschliessend wurde die Fragerunde eröffnet. Doch dieses Angebot wurde nicht genutzt, was Martin Blaser für einen Moment aus dem Konzept brachte. «Das ging jetzt aber sehr schnell», meinte er. «Das zeugt von grossem Vertrauen in die vorberatenden Gremien.» Daraufhin schritt er zur Schlussabstimmung. «Einstimmig» so das Resultat. Damit wird am 5. Juni an der Urne abschliessend abgestimmt.

Pragmatisch handeln

Die Stimmberechtigten genehmigten im Weiteren das Reglement über die Bewilligung von Freinächten und gastwirtschaftlichen Gelegenheitsanlässen. Dieses musste erstellt werden, weil neu die Gemeinden für diese Bewilligungen zuständig sind. Die Tarife seien so niedrig wie möglich gehalten, und zudem werde ein Merkblatt aufgeschaltet, das weitere Informationen enthalte, erklärte Stefan Hug (Leiter zentrale Dienste).

Martin Kaiser stellte den Antrag, dass es möglich sein sollte, mit einem Gesuch sozusagen eine Jahresbewilligung zu erhalten. Dies konkret, weil der TV Biberist jeweils während der Handballspiele eine kleine Buvette betreibe. «Wenn wir für jedes Heimspiel eine Bewilligung haben müssen, dann kostet dies mehr, als wir einnehmen.» Blaser und Hug erklärten, dass das vorliegende Reglement eine Bewilligung für mehrere Anlässe nicht verunmögliche. «Das werden wir pragmatisch handhaben.» Auch ein Kuchenstand, mit dem Geld für eine Reise oder für ein Lager gesammelt werde, brauche keine Bewilligung, machte Hug auf Anfrage von Philipp Affolter klar.

Einstimmig wurde auch die Ladenschluss-Ordnung der Einwohnergemeinde Biberist aufgehoben. Diese ist überflüssig geworden, weil der Ladenschluss seit dem 1. Januar kantonal geregelt ist.

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