Rüttenen

Schützenswertes Objekt soll dank Sanierung Bestand haben

Die Betonstruktur des Schulhauses ist laut Architekten gut, und nach der Sanierung hält der Bau wieder für eine Generation.

Die Betonstruktur des Schulhauses ist laut Architekten gut, und nach der Sanierung hält der Bau wieder für eine Generation.

Der Gemeinderat von Rüttenen diskutiert erstmals über die Sanierung des Schulhauses Widlisbach. Ein Umbau sol das Schulhaus für eine weitere Generation halten.

«Ein schützenswertes Objekt aus den Siebzigerjahren soll Bestand haben und vorsichtig für eine Sanierung vorbereitet werden.» Dies ist das Credo, welches das Architekturbüro Branger beim Umbauprojekt des Schulhauses Widlisbach geleitet hat. In einer ersten Lesung stellten die Architekten dem Gemeinderat das Projekt vor. Ein wesentliches Ziel ist, die bestehenden Mängel bezüglich allgemeiner Sicherheit, Brandschutz, Erdbebensicherheit und Behindertengerechtigkeit auszumerzen, erläuterte Claudio Branger.

Energietechnisch würden die Erneuerung von Dach und Fassade und der Ersatz der Turnhallenfenster durch Verbundglas ein fünf- bis sechsmal besseres Ergebnis bringen, ergänzte Fred-Marc Branger. Die Sanitäranlagen sollen an den aktuellen Bedarf angepasst und behindertengerecht werden.

Wichtig erschien auch die Entkoppelung von Schule und Vereinen. Die Garderoben sind in der ehemaligen Schwimmhalle vorgesehen. Der Notausgang soll gleichzeitig Zugang für Vereine und Gäste sein.

Bedürfnisse evaluiert

In einem Workshop hatten Lehrerschaft und Vereine mit den Architekten über ihre Wünsche und Ideen diskutiert. «Nach Auflistung aller eingebrachten Begehren haben wir eine Verzichtsplanung gemacht», rapportierte Fred-Marc Branger. Er lobte, dass alle Beteiligten Bereitschaft zeigten, zurückzustufen. «Somit kamen wir mit den Kosten um 864'000 Franken runter», resümierte er.

Was die ganze Sanierung kosten wird, will Gemeindepräsident Gilbert Studer (FDP) noch nicht öffentlich machen. Er will den vorgestellten Entwurf erst in der Finanzkommission beraten lassen. Sie wird die geplanten Sanierungsmassnahmen und deren Kosten gründlich überprüfen. Dies könnte die Gesamtkosten positiv oder auch negativ beeinflussen.

Der Bau solle wieder für eine Generation halten, meinte Fred-Marc Branger auf die Frage nach der Lebensdauer. Die Betonstruktur sei gut. Er betonte jedoch, dass die Sorgfaltspflicht viel besser als bisher wahrgenommen und grosser Wert auf den Unterhalt gelegt werden müsse.

Badi Zuchwil oder Oberdorf?

Der Gemeinderat ist sich noch nicht schlüssig, ob Rüttenen sich an den Betriebskosten für die neue Traglufthalle im Freibad Zuchwil beteiligen will. Gilbert Studer rief in Erinnerung, dass auch Oberdorf eine Sanierung des Schwimmbades plant. Das Bad mit einem 25-Meter-Becken werde rege benutzt von Schülern wie auch Privatpersonen. Es wäre naheliegender, sich in der Nachbargemeinde zu engagieren, meinte er. Die Gemeinderäte argumentierten, dass Zuchwil einiges mehr biete als Oberdorf. «Das Bad in Zuchwil ist überregional. Die Einwohner der Gemeinden, die sich finanziell beteiligen, bekommen Vergünstigungen», schätzte Ivan Ruetsch (SP).

Oberdorf sollte ähnliche Preisnachlässe anbieten, forderte Veronika Fluri (Grüne). Studer will erst die Resultate aus den Erhebungen in Oberdorf abwarten. Die Gemeinde untersucht, wer das Bad vor allem benützt. Die Gesamtsumme der Sanierung ist auch noch ungewiss. Der Gemeinderat beschloss, die Fakten abzuwarten und den Entscheid für eine finanzielle Beteiligung an der Traglufthalle Zuchwil vorläufig zurückzustellen.

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