Bucheggberg

Schüler sollen mit Schulbussen statt mit dem öV transportiert werden

Im Bucheggberg werden die Schüler mit dem Postautos transportiert. (Archiv)

Im Bucheggberg werden die Schüler mit dem Postautos transportiert. (Archiv)

Die Interessengemeinschaft Schülertransport Schulverband Bucheggberg lud zu einem Informationsanlass. Dabei waren auch die Sicherheitsvorschriften in den Bussen Thema. Gefordert werden nun «echte» Schulbusse für Kinder zwischen 4 und 8 Jahren.

Die IG Schülertransporte Schulverband Bucheggberg hat einen Informationsabend durchgeführt. Ziel war es laut Organisatoren, eine Plattform zum Austausch unter den betroffenen Eltern zu bieten. Das Thema Schülertransport ist seit der Zusammenlegung der Schulen im Bucheggberg (drei Standorte: Messen, Lüterkofen, Schnottwil) ein Thema, bei welchem die Ansichten unter den verschiedenen Akteuren sehr unterschiedlich sind.

Die Gründungsmitglieder der Interessengemeinschaft (IG), Thomas Marti und Lorenz Probst, haben den Anwesenden die Rechtsgrundlagen, die involvierten Parteien und die bisherigen (seit 2011) Massnahmen der IG aufgezeigt.

IG fordert Stufenmodell für den Schultransport

Die Rechtsgrundlagen rechtfertigen den Einsatz von öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Schulweg, für diese Busse gelten keinerlei Sicherheitsvorschriften. Es ist normenkonform, Kinder ohne Sicherheitsgurte und Sitzplatzgarantie zwischen Wohn- und Schulort zu transportieren. Würden Schulbusse verkehren, müssten wesentlich strengere Sicherheitsvorschriften befolgt werden. In der Optik vieler Eltern werde de facto ein Schulbussystem betrieben, de jure sind die Schülertransporte Teil des ÖV.

Das von der IG in Auftrag gegebene Rechtsgutachten zum Schultransport wurde auch diskutiert. Die Aufsichtspflicht des Schulträgers auf allen Fahrten war ein grosses Thema unter den Anwesenden. Heute werde diese mehrheitlich auf Kinder übertragen; dies mag pädagogisch sinnvoll sein, so die Vertreter der IG, – eine Delegation der Verantwortung an Kinder sei aber aus juristischer Sicht eigentlich nicht möglich.

Die Anwesenden einigten sich, dass die Forderungen in der Petition vom Mai 2020 zu revidieren. Gefordert werden nun «echte» Schulbusse für Kinder zwischen vier und acht Jahren. Die Forderung nach diesem «Stufenmodell» für den Transport basiere auf Empfehlungen von Fachleuten, was die Zumutbarkeit der selbstständigen ÖV-Nutzung auf dem Schulweg angehe. (mgt)

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