Zusammenarbeit

Schritt aus der Krise: Samaritervereine Lommiswil und Grenchen fusionieren

Das neu gebildete technische Vereinskader (v.l.): Alexandra Rudolf, René Leuenberger, Markus Brotschi, Patricia Flükiger (neu), Präsidentin Renate Rüefli-Moser und Natacha Werthmüller.

Das neu gebildete technische Vereinskader (v.l.): Alexandra Rudolf, René Leuenberger, Markus Brotschi, Patricia Flükiger (neu), Präsidentin Renate Rüefli-Moser und Natacha Werthmüller.

Die beiden Samaritervereine Lommiswil und Grenchen besiegelten ihren Zusammenschluss. Dank der Fusion können in Lommiswil weiterhin die gleichen Dienstleistungen angeboten werden wie bisher.

Eine Woche nach dem Bericht dieser Zeitung über die Krise bei den Samaritervereinen bestätigten die Samaritervereine Lommiswil und Grenchen diesen Befund. Nachdem der SV Lommiswil seit mehreren Jahren mit der Besetzung des Präsidiums gekämpft hatte, sah der verbliebene Vorstand nach der überraschenden Demission seiner letzten Präsidentin im vergangenen Sommer keine Möglichkeit mehr, als selbstständiger Verein weiter zumachen: Bereits seit Jahren hatten mehrere Vorstandsmitglieder den Wunsch geäussert, ihr Amt weiterzugeben.

In dieser Situation blieb nur noch die Wahl zwischen Auflösung und Fusion. Da man mit dem Schwesterverein in Grenchen bereits in der Vergangenheit eine gute Zusammenarbeit gepflegt hatte, lag eine Fusion auf der Hand. Das sah auch eine ausserordentliche Generalversammlung des Samaritervereins Lommiswil im letzten Oktober so. Deshalb löste sich der Verein jetzt am Samstag formell auf. Anschliessend beschlossen die Mitglieder der beiden Samaritervereine einstimmig die Fusion.

Grenchner Vorstand erweitert

Dank der Fusion können in Lommiswil weiterhin die gleichen Dienstleistungen angeboten werden wie bisher. Der ansonsten unveränderte Grenchner Vorstand wurde um die Lommiswiler Vertreterinnen Patricia Flükiger, Trudy Vaessen und Vreni Heimlicher erweitert. Als Ansprechperson vor Ort für den Sanitätsdienst fungiert Simone Gerber und die Krankenmobilien werden durch Sandra Flury verwaltet. Als neue Ersatzrevisorin stellt sich Yvonne Flükiger zur Verfügung.

In ihrem Jahresbericht wies die Präsidentin des (alten und neuen) Samaritervereins Grenchen und Umgebung, Renate Rüefli-Moser auf die bereits letztes Jahr erfolgte Fusion mit Selzach hin. Ein wichtiges Thema in verschiedenen Voten von Mitgliedern waren die im bereits erwähnten Zeitungsbericht thematisierten, erhöhten Anforderungen an die Mitarbeitenden in Samaritervereinen, die richtiggehend zum Katalysator für weitere Vereinsauflösungen werden.

Damit sterben vielerorts auch Veranstaltungen, weil das Engagement eines professionellen Sanitätsdienstes schlicht das Budget sprengt. «Es macht ganz den Eindruck, dass der nationale Dachverband die Realitäten ihrer Mitglieder nicht zur Kenntnis nimmt.» Denn für die Sanitäterinnen und Sanitäter steige der Aufwand auf ein Mass, das sich viele von ihnen nicht mehr leisten können oder wollen. Vor allem langjährige Mitglieder hätten oft nicht mehr die Energie, alle Anforderungen zu erfüllen und würden deshalb ganz aufhören, wird kritisiert.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1