Soll das Hallenbad saniert werden? Soll es geschlossen werden? Soll der freie Raum zu Schulraum umgebaut werden? Vor zwei Wochen war sich der Gemeinderat in der Diskussion noch nicht schlüssig und verlangte abgespeckte Varianten der vorgelegten Kostenschätzungen.

Am letzten Montagabend lag das Verlangte vor. Architekt Daniel Bieri machte klar, dass die abgespeckte Variante für den Einbau von zusätzlichen Schulräumen von der Qualität her nicht mehr vergleichbar sei mit der vorherigen Planung. Abspecken heisse beispielsweise WC-Anlagen weglassen, Akustikelemente weglassen, keine Bodenbeläge anzubringen, die verschiedenen Niveaus nicht auszugleichen und anderes mehr. «Zum Einrichten von Werkräumen würden die Räume so taugen. Als Schulzimmer keinesfalls.»

Kurz andiskutiert wurde auch die verschlankte Version der Sanierung des Hallenbades. Auf weniger als 1,6 Mio. Franken konnte diese nicht gesenkt werden. «Gerade bei den technischen Anlagen gibt es kaum Spielraum», so Bieri. In der Diskussion im Gemeinderat zeigte sich bald, dass die Variante Schulzimmer einzubauen nicht befriedigte. Vor allem nicht, weil es günstiger wäre, oberirdisch neuen Schulraum zu schaffen.

Die heikle Gretchenfrage

So stellte Gemeindepräsident Patrick Schlatter (CVP) fest, dass es keinen Sinn mache, der Stimmbevölkerung Varianten vorzuschlagen. «Wir müssen uns nun noch entschieden, ob wir dem Souverän empfehlen, das Hallenbad zu schliessen, oder ob es saniert werden soll.» Auch diese Frage war schnell geklärt.

Die einen sprachen von einem «zu grossen Brocken» und einer «never ending Story». Demgegenüber standen die Aspekte der Volksgesundheit und die Tatsache, dass jedes Kind, das schwimmen könne, potenziell eines weniger sei, das möglicherweise irgendwann ertrinke. Die Lehrerschaft setzt sich für die Erhaltung des Hallenbades ein. Die Kommission für eine Energiewende empfiehlt die Schliessung.

Mit 4:2 Stimmen (bei einer Enthaltung) entschied der Gemeinderat schliesslich, den Einwohnern die Schliessung des Hallenbades zu empfehlen. Das heisst, dass an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 26. September über Eintreten auf das Geschäft diskutiert wird.

Der Gemeinderat empfiehlt, einzutreten, damit sich alle an der Urne äussern können. Sagt die Bevölkerung Ja zum Eintreten, wird am 27. November an der Urne über die Schliessung abgestimmt. Wird der Schliessung zugestimmt, dann geht das Hallenbad am 31. Juli 2017 zu.

Tritt die Bevölkerung an der Gemeindeversammlung nicht auf das Geschäft ein, dann schliesst das Hallenbad Ende 2017. Sagt die Bevölkerung an der Urne Nein zur Schliessung, dann wird das Hallenbad saniert und der Gemeinderat muss die Planung wieder angehen.

Noch zwei Entwicklungsgebiete

Das räumliche Leitbild wurde vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet. Es wird der nächsten Gemeindeversammlung zur Genehmigung vorgelegt. Das Leitbild wurde im letzten Jahr erarbeitet und ein Workshop mit der Bevölkerung durchgeführt. Danach ging das Leitbild an die kantonalen Behörden, deren Rückmeldungen nun noch einbezogen wurden.

«Viel hat sich in der aktuellen Version nicht mehr verändert», meinte Patrick Schlatter. Man habe explizit Bezug genommen auf den Weissensteintunnel, den man in Oberdorf erhalten möchte. Auch seien die Gewässer und die Gewässerräume aufgenommen worden. «Sehe ich das richtig, dass die Anzahl der Entwicklungsgebiete auf zwei reduziert wird», fragte Johannes Dollinger (SP) nach. Das sei so.

Das Gebiet Botlemer, eine Bautiefe südlich des Fallernweges und die heutige Reservezone an der Rötistrasse seien im räumlichen Leitbild enthalten. Beide Gebiete sind bereits vollumfänglich erschlossen.