Bellach
Schlagerstars sorgten in Bellach für Party-Stimmung

Am Anlass «Sterne der Volksmusik» im Bellacher Turbensaal kam das zahlreich erschienene Publikum voll auf seine Rechnung. Sie klatschten Michelle Ryser, Stixi&Sonja, Jöggu&Miggu, Nico Sanders und Diana.

Agnes Portmann-Leupi
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Zusammen mit den Saloon-Line-Dancers begeisterte Michelle Ryser das Publikum.

Zusammen mit den Saloon-Line-Dancers begeisterte Michelle Ryser das Publikum.

Hansjörg Sahli

Moderator Nico Sanders drückt eine Unmenge Hände und verheisst Hochgefühl für die Freunde von «Sterne der Volksmusik» im Bellacher Turbensaal. «Hier, wo man singt und wo man lacht, und das Leben Freude macht», begrüsst er singend die Gäste. Weitere Sterne der Volksmusik lachen vorerst von den Plakatwänden, die Sterne des Himmels vom dunkelblauen Bühnenbild. Sonnenblumengestecke, Körbe mit Äpfeln und Nüssen sowie Heuballen und Kürbisse lassen den Herbst erahnen.

Applaus für eigenwilligen Jodel

Den Frühling aber spüren «Stixi&Sonja». Das seit 15 Jahren verheiratete Schlagerduo gibt Preis: «Ohne dich, das wär kein Leben, ohne dich kann ich nicht sein». Die neueste Single-CD fragt: «Was wär, wenn ich dich nicht hätt?». Die beiden bringen es fertig, dass die Gästeschar bereits vor 20 Uhr das Volksliederpotpourri klatschend und singend begleitet. Grossen Applaus erntet Sonja für ihren eigenwilligen Jodel aus ihrem Heimatkanton Wallis.

«Jöggu&Miggu» aus Wiedlisbach geben sich mit Gitarre und Keyboard als volkstümliche Casanovas. Vater und Sohn Allemann strahlen übers ganze Gesicht, wenn sie von ihren Chancen bei den Frauen, aber auch von Rösti mit Speck, von Schweinchen und Rex, Countrysong und Örgeliklang singen. Das Publikum ist von ihrem Rock’n’Roll von Lützelflüh begeistert, den Vater Jöggu auf dem Alphorn begleitet.

Michelle als Lokalmatadorin

Wirbelwind Michelle Ryser aus Lohn-Ammannsegg – in adrettem weissen Country-Outfit – scheint ihren ganzen Fanklub dabeizuhaben. Vor gerade mal vier Stunden ist sie von einem Sprachaufenthalt aus Malta zurückgekehrt und singt innigst «Wieder mal zu Haus», aus ihrer ersten CD. Alleiniges Klatschen ist passé. Bewegen, singen, schunkeln und Polonaise sind angesagt, ob bei Country, Rock’n’Roll oder Walzer.

Ein Leichtes, mit der 20-jährigen Frohnatur, die dereinst Lehrerin werden will und nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit Augenzwinkern und Körpersprache die Anwesenden bezirzt. Klar, dass sich das Publikum besonders über ihr Lied «Wo, wo, wo isch de Maa» freut, mit welchem sie im Frühjahr in der Sendung Alpenrose 2011 in der Kategorie «Volkstümlicher Schlager» den zweiten Schlussrang belegte. Neben Singen hat es ihr das Tanzen angetan.

Erstmals lässt sie sich von den Saloon-Line-Dancers begleiten, den zehn Frauen aus dem Bucheggberg, deren Gruppe sich aus einem Kurs der Landfrauen entwickelt hat.

Hauptsache ist die gute Stimmung

Charmant und emotional, in schwarzem Anzug, betört Nico Sanders die Frauenherzen. Er singt von Liebe, Glück, Abschied und vom roten Mond. Mit seinem Ohrwürmer-Hit-Mix bringt er das Publikum zu Hochgefühlen. Markus Ries (Allenwinden), der zusammen mit Karl Neff (Seuzach) diesen Anlass organisiert hat, freut sich ob der Heiterkeit. Er hätte sich zwar einen ganz ausgebuchten Turbensaal gewünscht, aber Hauptsache sei die Stimmung.

Sängerin Diana drückt es in ihrem Lied «Mir mache hüt e Party» treffend aus. Sie lässt alle Gläser erklingen und überzeugt mit ihrer Bühnenpräsenz. Den Männern im Saal windet sie ein Kränzchen und offenbart, einer sei interessanter und schöner als der andere. «Wenn es euch einmal nicht so gut geht, hört eine CD von mir», rät sie. Das Duo «Alpenpower», Reto Wicki und Huby Thalmann, ist in Sachen Liebesbeweis erfinderisch. Diesen bezeugen die Entlebucher mit dem Lied aus ihrer neuen CD «Ein Liebesbrief auf Rosenblättern». Bunt gemischt erweist sich ihr beflügelndes Repertoire mit Gesang und Instrumenten.

Selbst die stark beanspruchte Serviceangestellte singt nach Mitternacht: «So ein Tag, so wunderschön wie heute». Mit «Ciao d’Amore» verabschieden sich die Schlagerstars, nicht ohne begeistertes Mittun des Publikums.

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