Bezirksschützen

Schiessanlagen wurden auf Vordermann gebracht

Peter Wagner (r.), neues Ehrenmitglied des Bezirksschützenvereins Solothurn-Zuchwil, und dessen Präsident Alexander Rudolf von Rohr.

Peter Wagner (r.), neues Ehrenmitglied des Bezirksschützenvereins Solothurn-Zuchwil, und dessen Präsident Alexander Rudolf von Rohr.

Personalengpässe und grössere finanzielle Efforts halten den Bezirksschützenverein Solothurn-Zuchwil auf Trab. Viel Geld musste für die Schiessanlagen ausgegeben werden.

Im Bezirksschützenverein Solothurn-Zuchwil (BSV) sind acht Vereine aus den Gemeinden Derendingen, Solothurn und Zuchwil zusammengeschlossen. Sie schiessen auf dem Stand in Zuchwil. Dort findet sich auch die Schützenstube, wo die gutbesuchte 119. Delegiertenversammlung stattfand – beste Gelegenheit auch, erfolgreiche Schützen aus dem Verband zu ehren. Präsident Alexander Rudolf von Rohr blickte mit einiger Genugtuung auf das vergangene Vereinsjahr zurück.

Grund dazu gab ihm die Tatsache, dass erneut verschiedene Grossanlässe zu Gast waren, so zum dritten Mal das Schweizerische Eisenbahner-Schiessen, ein Fünfkantone-Wettkampf, kantonale Titelkämpfe, das Feldschiessen, militärische Übungen in Kompaniestärke und vieles mehr. «Der BSV durfte viel Anerkennung für die gepflegte Anlage und die Dienstleistungen entgegennehmen.»

Finanzen und Personal

Vorschriftskonforme Schiessanlagen kosten Geld. So musste denn für die Instandhaltung der Kugelfänge und der Scheibenrahmen viel Geld investiert werden, das aber nicht auf der hohen Kante lag. Kassier René Sollberger ist es gelungen, günstige Kredite zu erhalten. Er hat auch, nachdem der Kassierposten einige Zeit verwaist war, in minuziöser Kleinarbeit die noch ausstehenden Rechnungen so aufgearbeitet, dass sie von der Revision akzeptiert der Delegiertenversammlung vorgelegt werden konnten.

Das zurückliegende Jahr ergab in der Vereinsrechnung einen Überschuss von 4300 Franken, die Schiessanlagen ein Minus von 8500 Franken. Der BSV kommt nicht darum herum, weitere Ertragsquellen zu suchen. Als erste Massnahme wurde beschlossen, das Schussgeld um einen bis drei Rappen auf einheitlich 22 Rappen und auch Mieten moderat anzuheben. Mit den erwarteten Mehreinnahmen hofft man, Schulden mindestens teilweise abbauen zu können.

Präsident Alexander Rudolf von Rohr würde gerne mehr Leute am Feldschiessen und beim Obligatorischen sehen und vor allem auch noch einige Teilnehmer mehr an grösseren Anlässen, die auch BSV-Angehörigen offen stehen, so zum Beispiel am Eisenbahnerschiessen vom kommenden 1./2. Mai. In die gleiche Richtung ging der Aufruf von Matchchef Markus Kübli: «Erfolge müssen – unter anderem mit Training – erkämpft werden.» Was dem Präsidenten einige Sorgen bereitet, sind unbesetzte Funktionen, vom Aktuariat/Sekretariat über Schützenmeister bis zum Vizepräsidium. Die anderen Mitglieder der Geschäftsleitung wurden wiedergewählt: Carmen von Allmen (Jungschützenchefin), René Sollberger (Finanzen), Adrian Saner (Schützenmeister 300 Meter und Matchchef Pistole), Markus Kübli (Matchchef Gewehr), Roland Wicki (Beisitzer).

BSV-Ehrenmitglied Peter Wagner

Für das derzeitige Funktionieren des BSV könnte Peter Wagner exemplarisch sein: Wann und wo es ihn brauchte, war er da, mit seinem ruhigen, verbindlichen Wesen glättete er so manche heikle Situation. Er gehörte weit über 30 Jahre dem Vorstand und der Geschäftsleitung des Vereins an. Als Vize führte er mangels Präsident den Verein während dreier Jahre, war einige Jahre Jungschützenchef des BSV, und so manches Protokoll stammt aus seiner Feder. Auf Antrag des Vorstandes verlieh ihm die Delegiertenversammlung mit grossem Applaus die Ehrenmitgliedschaft des Vereins.

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