Bucheggberg
Schafzüchter rüsten sich für die Zukunft

Die Schafzuchtgenossenschaft Bucheggberg und Umgebung feiert ihren 70.Geburtstag - und beklagt den Rückgang des Schafbestandes.

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Der Widder Unesco mit Besitzer Walter Zangger aus Bibern.

Der Widder Unesco mit Besitzer Walter Zangger aus Bibern.

zvg

1945 wurde die Schafzuchtgenossenschaft Bucheggberg und Umgebung SZG von 11 Mitgliedern im Restaurant Kreuz Mühledorf gegründet. Nun feiert die Genossenschaft ihren 70. Geburtstag. Sie bezweckt die Förderung und die Zucht des Braunköpfigen Fleischschafes. «Zuchtarbeit ist keine kurzfristige Angelegenheit, sie erstreckt sich über Jahre und verlangt viel Idealismus», teilt Walter Zangger, Züchter aus Bibern, mit.

Er war Präsident bei der SZG und beim solothurnischen Schafzuchtverband, 22 Jahre Schafexperte und 9 Jahre vertrat er die Interessen der Nordwestschweiz im Vorstand des Schweizerischen Schafzuchtverbandes. Mit 48 Jahren Mitgliedschaft ist er der Dienstälteste. Seit 17 Jahren ist Kurt Schütz Präsident, seine Frau Esther Schütz ist die Aktuarin und Michael Spiranec ist Kassier und seit letztem Jahr Schafexperte.

Erster Präsident war Gottfried Affolter, Kaminfegermeister aus Mühledorf. Die Pioniere und Weggefährten, die viel zum Erhalt und Wachstum des Schafbestandes beigetragen haben, sind die verstorbenen Vorstandsmitglieder Ernst Niggeler, Brügglen, Fritz Wyss und Fritz Bandi, Oberwil, Hans Stuber, Lüterswil, Max Jaggi, Gossliwil, Hugo Schütz, Grenchen, sowie die Mitglieder Fritz Beck und Fritz Niederhäuser, Grenchen.

«Raubtier ist über dem Nutztier»

2002 wurde beschlossen, eine zweite Rasse in die SZG aufzunehmen, und zwar mit den Schwarzbraunen Bergschafen von Hans Suri, Oberwil,. Die Schafzüchter beider Rassen lieben die Herausforderungen, und an Schafausstellungen suchen sie die Vergleiche und sind sehr erfolgreich. So haben Isabelle und Lorenz Tassera das Braunköpfige Fleischschaf mit dem Deutschen Schwarzkopfschaf veredelt. Die Schafe der Genossenschaft werden auf den Alpen Gamchi «Oberloch» Kiental und «Wildenstein» im Simmental gesömmert. Im letzten Jahr hatte die SZG Bucheggberg einen Herdebuchbestand von 562 Tieren.

Der Rückgang des Schafbestandes in der Schweiz gibt den Züchtern zu denken. Gründe seien Nachwuchsprobleme, Überalterung, stetig neue Bestimmungen in der Schafzucht sowie die Raubtierproblematik. «Für uns ist es unverständlich, dass das Wildtier über das Nutztier gestellt wird», so die Genossenschafter.

Die Beständeschau auf dem Gerbehof in Bibern findet am Freitag, 25. September, um 9.30 Uhr statt.