Feldbrunnen- St.Niklaus

Sanierungswünsche fürs Dorfmuseum

Das Dorfmuseum in Felbrunnen- St.Niklaus besteht seit 25 Jahren. Die Gemeinde würde gerne mehr aus dem Areal machen, für die kantonale Behörden besteht zur Zeit jedoch kein Handlungsbedarf.

Für ein Dorfmuseum ist es nicht ganz einfach, Besucher anzuziehen. Dessen sind sich die Mitglieder der Betriebskommission des Dorfmuseums in Feldbrunnen-St. Niklaus bewusst. «Die Gegenstände, die im Museum gezeigt werden, sind sehr spannend und zeigen die Geschichte des Dorfes, aber auch der Region», meint Janine Deck, Präsidentin der Betriebskommission.

Aber die Räumlichkeiten hätten nur beschränkt Platz. Ausserdem würden die Objekte unter der Feuchtigkeit in den Räumlichkeiten leiden.

Geeignet für Apéros

Das Dorfmuseum Feldbrunnen-St. Niklaus wurde vor 25 Jahren im ehemaligen Getreidespeicher des Waldegghofes an der Möslistrasse eröffnet. In den fünf Räumen werden vor allem Werkzeuge und Gegenstände gezeigt, die vom Feldbrunner Franz Kaufmann, der das Museum initiiert hat, gesammelt wurden.

Das Museum ist geöffnet, wenn Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte stattfinden. Immer gibt es einen lokalen Bezug. So gab es schon eine Ausstellung zu Frank Buchser anzusehen, eine Krimilesung oder einen Vortrag mit Christian Lanz und Sabine Kronenberg zu den in Feldbrunnen-St. Niklaus liegenden Richtstätten. Zurzeit sind es Bilder von zwei Frauen aus der Region.

«Schön wäre es, wenn wir wieder einmal eine Themenausstellung realisieren könnten», meint Janine Deck. Der Speicher und seine Umgebung würden sich auch für Apéros eignen. «In einem solchen Fall müssen wir aber jeweils ein Toitoi aufstellen, weil wir keine Toiletten haben.»

Der Einbau eines WC wäre denn auch ein dringlicher Wunsch der Betriebskommission und des Gemeinderates. Zudem müsste die Feuchtigkeit im Gemäuer des Speichers bekämpft werden.

Sanierung wäre nötig

Der Speicher gehört – wie der Hof, die landwirtschaftlichen Gebäude und das Landwirtschaftsland – dem Kanton. Seit 25 Jahren zahlt die Gemeinde einen Mietzins von jährlich 3000 Franken. «In all dieser Zeit musste der Kanton keinen Franken für den Unterhalt aufwenden», so Gemeindepräsidentin Anita Panzer.

Man habe nun einen Sanierungsvorschlag ausarbeiten lassen. «Damit würden wir auch gerne das Ensemble erhalten helfen und den Ort für Anlässe für die Dorfbevölkerung bewahren.»
Ein Experte schlägt vor, die Feuchtigkeit mit zwei Massnahmen zu bekämpfen.

Einerseits einem Luftentfeuchter und andererseits durch eine sogenannte Perimetersickerpackung, die verhindern würde, dass die Feuchtigkeit die Mauern hinaufkriecht. Auch der Anbau von Toilettenanlagen könnte laut dem Vorschlag des Architekten problemlos in einem Anbau realisiert werden.

Damit könnte gleichzeitig auch ein Lagerraum eingerichtet werden. Der Bericht zeigt für die vorgeschlagenen Massnahmen Kosten von rund 195'000 Franken auf. «In den letzten Jahren haben wir 75'000 Franken an Mietzinsen an den Kanton bezahlt», so Panzer. Die Gemeinde wäre zudem bereit, sich an den Kosten zu beteiligen.

Im Rahmen der Erarbeitung des räumlichen Leitbildes wurde zudem auch laut darüber nachgedacht, dass man den Waldegghof aus- und zu Wohnraum umbauen könnte. Zurzeit ist nur gerade eine Wohnung im unter Schutz stehenden Gebäude vermietet.

Für die kantonalen Behörden besteht zurzeit kein Handlungsbedarf, wenn es um den Waldegghof geht, wie Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli auf Anfrage erklärt. Der Hof liege ausserhalb der Bauzone. Er bestätigt, dass das Stöckli an die Gemeinde vermietet ist. Es sei aber nicht als Museum konzipiert worden. Der Gemeinde stehe es frei, Geld in das Objekt zu investieren, wenn das ihrer Meinung nach nötig sei.

Finissage, Sonntag, 11. September 2016, 11 bis 14 Uhr, und damit auch die letzte Gelegenheit, die Kunstausstellung mit Bildern von Margrit Hofer und Irene Walker zu besuchen.

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