Biberist/Solothurn
Saloon mit Hochzeitszelt: Emmenpark AG eröffnet ihr neues Eventlokal

Am Rand zu Solothurn hat Markus Balsiger, Geschäftsführer der Emmenpark AG, ein Eventlokal mit gleich zwei Schauplätzen eröffnet.

Urs Byland
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Von links Lina Walter, Markus Balsiger und Nina Horisberger bilden die Crew im «Maxililian».

Von links Lina Walter, Markus Balsiger und Nina Horisberger bilden die Crew im «Maxililian».

Hanspeter Bärtschi

Er regiere ein Imperium, das hört Markus Balsiger nicht gerne. «Es ist nur ein Gastrounternehmen», gibt er sich bescheiden. Der Anlass-Organisator schreibt diesen Ausdruck seinen Neidern zu. «Das Imperium ist ein Königreich, aber wir sind keine Könige, ganz und klar nicht.»

Nachdem er das Limpachs in Aetingen abgegeben hat, schrumpfte das Gastrounternehmen. Statt über 60 seien es noch zirka 45 Mitarbeitende – «in der Saison mit allen Aushilfen» – die in Balsigers Firmen arbeiten. Dazu gehört die Emmenpark AG mit den Betrieben Emmenpark Catering, der Event-Gasthof Tscheppach’s, das Restaurant Zum Goldenen Gallier in Biberist und das Eventlokal Sagi Oberwil.

Neue Mitarbeitende finden nun Arbeit bei Markus Balsiger in dessen neuen Lokal. Am Donnerstag eröffnete er es auf Gemeindegebiet Biberist, unterhalb der Westtangente-Brücke in der alten «Grädel-Schüür» am Hunnenweg 10. «Grädel-Schüür» ist passé, trendig nennt sich das neue Lokal Maxililian. «Max» ist das aus Amerika importierte Zelt mit Holzmasten, das vor allem die Herzen von Braut und Bräutigam höher schlagen lassen soll und als Hochzeitlokal vermarktet wird. «Lili» ist die Scheune im Western-Look, in der Balsiger das «Hölzige, Bierige, Urchige» zelebrieren will.

In Solothurn abräumen

Im «Lili» wird normalerweise am Mittwoch und am Donnerstag ab 17 Uhr ein Feierabendbier angeboten. Der Flyer zeigt aber bereits für den Mai diverse Ausreisser. So wird ab Freitag bis und mit Sonntag die Maifest-Gaudi das Eröffnungsvolk erheitern. Am kommenden Mittwoch ist Line Dance angesagt. Am Freitag darauf ist Partytime, und Ende Monat gibts mal eine Weindegustation oder eine Ladies Night.

Im «Max» setzt Balsiger auf Hochzeiten nach amerikanischem Stil. «Wir spüren eine Veränderung im Konsumverhalten der Leute. Ein Restaurant mit Mittag- und Abendessen ist schwer berechenbar. Events sind planbar, werden im Voraus abgemacht.» Dis bisherigen Standorte seines Gastrounternehmens mit dem Bucheggberg und Biberist würden nun mit Solothurn bereichert.

«Wir hatten immer mehr Leute, die in Solothurn feiern wollten.» Das sei auch der Hauptgrund gewesen, in Solothurn Fuss zu fassen, zumindest in der Nähe. Er habe längere Zeit gesucht. Für Anlässe in der früheren «Grädel-Schüür» durfte Balsiger öfters das Catering übernehmen. Also ergriff er die Gelegenheit und kam mit dem Besitzer überein, das Lokal längere Zeit mit Option mieten zu dürfen.

«Nachfrage ist gross»

Markus Balsiger muss mit Konkurrenz aus verschiedenen Bereichen rechnen. Um Hochzeiten und Anlässe buhlen auch das Schloss Waldegg oder bald auch das Kurhaus Weissenstein. Feierabendbier und Unterhaltungskultur gibts in Solothurn an vielen Orten und letzteres neuerdings auch in Biberist selber, im P9 au dem Papieri-Areal, das wegen einer Einsprache noch blockiert ist. Von allen Seiten wird am Kuchen geknabbert. «Die Nachfrage ist sehr gross. Nach wie vor und immer wieder», entgegnet Balsiger.

«Lili» kann für 1000 bis 1500 Franken, gemietet werden. «Maxi» kostet mehr. Am Wochenende in der Hochsaison muss mit 4000 bis 5000 Franken gerechnet werden. «Aber hier werden oft Äpfel mit Birnen verglichen. Das Zelt mit Dekoration ist inbegriffen.» Die Grädel-Schüür kostete früher 750 Franken. «Aber jetzt ist auch hier alles mit dabei. Es hat einen Beamer, Leinwand und Musikanlage. Es ist jetzt halt anders. Wir sind gut gebucht, bauen aber auf nächstes Jahr.»

Einsprache zurückgezogen

Zum Baugesuch gab es eine Einsprache, die Markus Balsiger bilateral erledigen konnte. Die Einsprache wurde zurückgezogen. Die Gemeinde hat die Öffnungszeiten für das Lokal festgelegt.

So darf das «Maxililian» unter der Woche von 17 bis 24 Uhr genutzt werden. An den Wochenenden gilt ein Zeitfenster an beiden Tagen von 9 bis 24 Uhr. «Der Begriff Event ist sehr heikel, da haben die Leute immer Angst, dass es etwas sehr Lärmiges wird. Bei uns soll es ein geselliges, gutes Zusammensein sein und keine Disco oder Megaparty.»

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