Lüterswil-Gächliwil
Saftiges Minus in der Kasse

Die 39 anwesenden Stimmberechtigten aus Lüterswil-Gächliwil mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Rechnung 2015 mit einem Defizit von 245‘000 Franken abschliesst. Dies vor allem deshalb, weil die Kosten bei der Sozialhilfe stetig steigen.

Rita Schneider
Merken
Drucken
Teilen
Die Verwaltung von Lüterswil-Gächliwil befindet sich im alten Schulhaus.

Die Verwaltung von Lüterswil-Gächliwil befindet sich im alten Schulhaus.

Bruno Utz

«Wir müssen feststellen, dass alles was zentralisiert wird, teurer wird, die Kosten im Sozialbereich und in der Schule haben sich vervielfacht», stellte Gemeindepräsident Kurt Burkhalter fest.

Während die Budgetierung der Schulkosten relativ genau erfolgen kann, laufen diejenigen der Sozialkosten gegenüber dem Budget komplett aus dem Ruder. Ansonsten dürfe sie über alle Bereiche feststellen, dass das Budget eingehalten wurde, stellte Finanzverwalterin Eva Kocher fest.

Dass unter diesen Voraussetzungen wahrscheinlich bereits im nächsten Jahr mit einer Steuererhöhung zu rechnen ist, wurde von den Anwesenden zur Kenntnis genommen. Das Defizit von 245'000 Franken wird dem Eigenkapital belastet. Dieses beträgt nach Abzug noch 854'000 Franken. Gehe es im gleichen Stil weiter, sei das Eigenkapital nach drei Jahren fast aufgebrauchet, warnte Eva Kocher. Die Rechnung wurde, nachdem einige Detailfragen geklärt waren, mit 38 Ja-Stimmen angenommen.

Ebenfalls genehmigt wurde die Rechnung der Bucheggberg Net, die mit einem Aufwandüberschuss von 42'000 Franken abschliesst. Dieses Defizit ist damit begründet, dass die Abschreibungen im Moment noch enorm hoch sind. Verhandlungen laufen, damit diese tiefer angesetzt werden können.

Im Weiteren wurde das Reglement der Regio Feuerwehr, der Gebührentarif und der Zusammenarbeitsvertrag ohne Wortmeldung genehmigt.

Da seit dem 1. Januar 2016 die Gemeinden für die Bewilligung von Anlässen zuständig sind, musste auch über das Gebührenreglement befunden werden. Dieses wurde ebenfalls genehmigt. Die Gesuche müssen vom Veranstalter drei Monate vor dem Anlass bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden. Gegen einen negativen Entscheid kann innerhalb von 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerden eingereicht werden.