Rüttenen
Rüttenen heisst sein Budget 2021 an der Gemeindeversammlung gut

Die Rechnungs- und die Budgetgemeindeversammlung wurden in Rüttenen gleichzeitig durchgeführt.

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Die Gemeinde Rüttenen hat in der Rechnung 2019 ein Defizit von 409'876 Franken zu verbuchen. (Symbolbild)

Die Gemeinde Rüttenen hat in der Rechnung 2019 ein Defizit von 409'876 Franken zu verbuchen. (Symbolbild)

Olivier Messerli

Im Kirchenzentrum Rüttenen hat man sich am Montagabend mit Maske und Abstand versammelt, um neben der Rechnung 2019, die coronabedingt im Sommer ausfiel, das Budget 2021 zu verabschieden. Diskussionen gab es keine: Alle Anträge wurden von den 37 anwesenden Stimmberechtigten zügig und einstimmig angenommen. «In Rüttenen bespricht man diese Dinge schon im Voraus. Streit bei den Versammlungen gibt es nie», erklärt Gemeindepräsident Gilbert Studer.

Neuer Rasenmähertraktor mit zeitgemässen Standards

Er ist besonders froh, dass der Antrag zur Ortsplanungsrevision durchgekommen ist. Zudem war Studer der Antrag zum Ersatz des Rüttener Rasenmähertraktors ein Anliegen. Der jetzige Traktor sei aus dem Jahr 1999, also «Sicherheitsstandards existieren nicht und die Kosten für allfällige Reparaturkosten gehen ins Unermessliche», so Studer.

Des Weiteren hat die Gemeinde das ICT Konzept (Geslor) für ihre Schulen beschlossen, durch das alle Schüler mit Laptops versorgt werden. Man habe im Lockdown durch das Homeschooling bemerkt, dass die Schüler eine gute IT-Ausrüstung brauchen.

Während über die Geschäfte grosse Zufriedenheit herrscht, ist im Budget 2021 ein Defizit von 409'876 Franken vorhergesehen, was laut Gemeindeverwalter Franz Lüthi hauptsächlich mit Aufwendungen für die Schulen zusammenhängt. Allerdings schliesst die Jahresabrechnung 2019 mit einem Ertragsüberschuss von 94'989 Franken ab, also 240'367 besser als das Budget.

Daher sieht die Gemeinde momentan von einer Steuererhöhung im Budget 2021 ab und belässt den Steuersatz bei 112 Prozent. Gerade in Coronazeiten sei es schwer, abzuschätzen, wie sich die Finanzen entwickeln, so Lüthi. Die Gemeinde ist jedoch zuversichtlich und hofft, im nächsten Jahr wieder besser abzuschliessen als das Budget vorsieht. «Wenn sich die Lage dann dann nicht bessert, müssten wir wohl doch die Steuern erhöhen», sagt Gilbert Studer.

Der Gemeindepräsident tritt zurück

Studer beendet die Sitzung mit einer Ankündigung: Er wird sich im nächsten Jahr nach acht Jahren Amtszeit nicht mehr als Gemeindepräsident aufstellen lassen. «Ich finde, es ist nun Zeit, dass jemand Neues übernimmt», erklärt er. Als seinen Nachfolger wünscht er sich Markus Boss (FDP), der sich 2021 aufstellen lassen wird. Studer ermutigt die Gemeinde, Boss zu wählen und meint: «Ich hoffe, dass er es so lange macht wie ich.» (sdf)

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