Aeschi
Rund 80'000 Franken sollen in Sanierung von Kindergarten und Schulhaus investiert werden

Bei einem Aufwand von 14,350 Mio. Franken und einem Ertrag von 14,321 Mio. sieht das Budget für Aeschi für 2017 einen Aufwandüberschuss von 29'568 Franken vor.

Rahel Meier
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Rund 80'000 Franken werden im Kindergarten und im Schulhaus (im Bild) für dringende Sanierungsarbeiten investiert.

Rund 80'000 Franken werden im Kindergarten und im Schulhaus (im Bild) für dringende Sanierungsarbeiten investiert.

Hanspeter Bärtschi

Gemeindepräsident Stefan Berger erklärte den 53 anwesenden Stimmberechtigten die wichtigsten Änderungen gegenüber dem Budget des Vorjahres.

So sollen beispielsweise 10'000 Franken aufgewendet werden, um die Homepage zu überarbeten. Rund 80'000 Franken werden im Kindergarten und im Schulhaus für dringende Sanierungsarbeiten investiert. Dabei geht es in erster Linie um die Beleuchtung, die in die Jahre gekommen ist. 35'000 Franken sind für den Unterhalt der Flurwege eingesetzt worden.

Allerdings wurden einige Projekte 2015 nicht ausgelöst, sodass der Betrag in der Rechnung 2015 kleiner wird, als ursprünglich budgetiert war.

Im Weiteren wurde

- die Gemeindeordnung angepasst. Die meisten der Änderungen waren kosmetischer Art. Neu kann aber entweder die Rechnungsprüfungskommission oder eine Revisionsstelle mit der Prüfung der Rechnung beauftragt werden;

- zur Kenntnis genommen, dass die Gallishofstrasse erst im Frühling 2017 fertig gebaut wird;

- darüber informiert, dass in allen drei Ortsteilen die Strassenbeleuchtung mit Led aufgerüstet wurde. Der dafür gesprochene Kredit wird laut Stefan Berger nicht überschritten;

- darüber orientiert, dass die Elektra äusseres Wasseramt das Dach des Werkhofes mieten und darauf eine Solaranlage erstellen möchte;

- über die Verhandlungen rund um die gemeinsame Schule orientiert. Nach dem Austritt von Aeschi sei Bewegung in die Diskussion gekommen, so Berger. In der Zwischenzeit habe man eine neue Lösung gefunden, die wohl schon per Anfang 2018 in Kraft trete, damit werde Aeschi finanziell entlastet und die Standorte in Bolken und in den Drei Höfen würden trotzdem bleiben. (rm)

Tempo 30 für Burgäschi

Der Souverän hat zudem zur Kenntnis genommen, dass im Ortsteil Burgäschi Tempo 30 eingeführt wird. «Wir machen das mit einfachsten Mitteln, ohne bauliche Massnahmen.» Zwar hätten Verkehrsmessungen gezeigt, dass in Burgäschi nicht gerast werde. Man erhofft sich aber eine Verkehrsberuhigung mit Tempo 30, vor allem im Sommer, wenn das Dorf wegen Ausflüglern überlaufen sei. Der Steuerfuss bleibt für 2017 bei 115 Prozent und die Steuereinnahmen wurden mit total 3,76 Mio. Franken veranschlagt.

Netto sollen 1,294 Franken investiert werden. Zu Buche schlägt dabei das neue Feuerwehrfahrzeug, das Aeschi anteilsmässig 146'443 Franken kostet. Weiter wird das Glasfasernetz nächstes Jahr fertig gebaut und die letzte Tranche von 160'000 Franken ausgelöst. 524'200 Franken muss die Gemeinde an die Sanierung der Bolken- und der Gallishofstrasse bezahlen. Schliesslich wird in die Hardware der Regionalschule investiert. Die Schüler bekommen neue Laptops und i-Pads.

Das Budget und alle weiteren Anträge wurden praktisch diskussionslos und fast immer einstimmig angenommen.

Baugesuch für Seniorenwohnungen im Lörenacker kommt im April

An der Gemeindeversammlung im letzten Juni wurde beschlossen, das gemeindeeigene Land im Lörenacker (Parzelle GB Nr. 54 mit einer Fläche von 3868 Quadratmeter) zu einem Preis von 300 Franken zu verkaufen. Auf dem Grundstück sollen alters- und behindertengerechte Eigentumswohnungen entstehen, die möglichst an Aescher verkauft werden sollen. Eine Umzonung, die dies ermöglicht, ist in der Zwischenzeit durch den Regierungsrat genehmigt worden. Urs Stüdeli und Franz Misteli, die ursprünglich einen tieferen Preis geboten hatten, haben nach dem Beschluss des Souveräns eine neue Offerte eingereicht und in der Zwischenzeit ist der Landverkauf bei der Amtsschreiberei eingereicht worden. Die beiden Aescher haben gemeinsam mit Architekt Beat Müller (Langenthal) eine Genossenschaft gegründet, die in der Zwischenzeit als MSM Aeschi GmbH im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) eingetragen wurde.

Beat Müller stellte das Bauprojekt kurz vor. «Die Lage am Dorfeingang ist gut, die Besonnung gegen die Kirche hin wunderschön», meinte er. Die Baukörper seien wegen der Besonnung und der Aussicht gegen den Jura hin so positioniert worden, dass die Eigentümer den bestmöglichen Nutzen davon hätten. Die Überbauung sei rollstuhlgängig, es gebe nirgends mehr als 6 Prozent Steigung zu bewältigen. Die Grundrisse der Wohnungen sind zwar vorgegeben, können aber noch abgeändert werden, da nicht alle Mauern auch Stützmauern sind. Die drei Mehrfamilienhäuser sind mit einer Einstellhalle und Liften erschlossen. Ein Gemeinschaftsbereich soll allen dienen.

Das Baugesuch soll im April eingegeben werden. Danach wolle man die Bevölkerung informieren. «Wir hoffen natürlich, dass viele Aescher einziehen.» Der Baubeginn ist für 2018 geplant. (rm)