Deitingen

Ruhe vor dem Sturm in Sachen Bundesasylzentrum

Der geplante Standort des Asylzentrums (im Kreis) in Deitingen/Flumenthal: Im Spickel zwischen Aare und Autobahn, nordöstlich der Justizvollzugsanstalt Schachen, neben der alten Abwasserreinigungsanlage

Der geplante Standort des Asylzentrums (im Kreis) in Deitingen/Flumenthal: Im Spickel zwischen Aare und Autobahn, nordöstlich der Justizvollzugsanstalt Schachen, neben der alten Abwasserreinigungsanlage

Die Deitinger Gemeindeversammlung genehmigte das Minusbudget und wurde über das Bundesasylzentrum sowie einen Fussgängerstreifen informiert.

«In Sachen Asylzentrum herrscht wohl die Ruhe vor dem Sturm», konstatierte Gemeindepräsident Bruno Eberhard an der Gemeindeversammlung in Deitingen. Alles deute darauf hin, dass der Bund im Januar 2017 das Baugesuch für das Zentrum eingeben wird. Die Inbetriebnahme des Zentrums sei gemäss Angabe des Bundes für Ende 2018
oder Anfang 2019 geplant. «Wir wollen die Interessen unseres Dorfes im Zusammenhang mit dem Asylzentrum weiterhin bestmöglich vertreten», versprach der Gemeindepräsident.

«Was einigen der hier Anwesenden vermutlich unter den Fingern brennt, ist die Problematik der Fussgängerstreifen beim Dorfzentrum», sprach Bruno Eberhard zum nächsten Thema. Man habe diverse Rückmeldungen von der Dorfbevölkerung erhalten, die allesamt den fehlenden Fussgängerstreifen vom Dorfzentrum über die Bahnhofstrasse bemängelten. «Obwohl das natürlich auch ein Anliegen des Gemeinderates ist, handelt es sich bei der betroffenen Strasse um eine Kantonsstrasse. Deswegen muss eine einvernehmliche Lösung mit dem Kanton gefunden werden.»

Erste Massnahmen im nächsten Jahr

Die Lösung sei bereits in Arbeit: Der Kanton habe ein Projekt im Zusammenhang mit der erweiterten Schulwegsicherung lanciert. Erste Massnahmen sollten idealerweise nächstes Jahr umgesetzt werden, stellte der Gemeindepräsident in Aussicht.

Zur Abstimmung stand die Sanierung des Pumpwerks Neumatt. Daniel Schreier, Ressortchef Bau, stellte den Anwesenden das Projekt vor. «Die Unterhaltskosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen; die durchgerosteten Leitungen lassen sich kaum mehr reparieren», begann Schreier seine Ausführungen. Bei der geplanten Sanierung sollen die alten Druckleitungen durch solche aus Chromstahl oder Kunststoff ausgetauscht werden. Neu sollen ausserdem Treppen anstatt wie bisher Leitern ins Pumpwerk führen. Die versammelten Einwohner stimmten dem Verpflichtungskredit über 220 000 Franken zu.

Bürger leisten eventuell Zustupf

Der Ressortchef Finanzen Michael Tüfer übernahm daraufhin das Wort und stellte der Gemeinde das eigentliche Haupttraktandum des Abends vor: das Budget 2017. Dieses weist einen Aufwandüberschuss von 121 000 Franken und Nettoinvestitionen im Umfang von 679 900 Franken auf. Die Mehrheit der anwesenden Einwohner bewilligte das vorgestellte Budget. Nächste Woche wird an der Gemeindeversammlung der Bürgergemeinde darüber entschieden, ob die Einwohnergemeinde mit 100 000 Franken unterstützt werden soll, welche direkt dem Spitex-Verein zufliessen. Dieser Zustupf der Bürger würde die Einwohnergemeinde weiter entlasten.

An der Gemeindeversammlung wurden ausserdem zwei im Dienste der Gemeinde stehende Persönlichkeiten geehrt: Manfred Fäh war Mitglied und späterer Präsident der Finanzkommission, danach war er Teil der Rechnungsprüfungskommission. Esther Jegerlehner wurde ebenfalls geehrt; die Gemeinderätin des Ressorts Soziales, Gesundheit und Sicherheit musste aus gesundheitlichen Gründen Anfang dieses Jahres demissionieren. Ihnen wurde für ihren unermüdlichen und engagierten Einsatz für die Gemeinde gedankt.

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