Gabriela und Charles Huber haben bei ihrem Vater in Rüttenen Unterschlupf gefunden.

Anfang Jahr fügten sie sich in ihr Schicksal und gingen guten Mutes diese Veränderung an. Jetzt, gut drei Monate nach dem Umzug, ist fast nur Resignation spürbar. «Ich könnte nur noch weinen», erklärt Gabriela Huber am Telefon. «Wir Jenische haben keinen Platz. Das ist einfach gemein.»

Vom Kanton habe sie nie mehr etwas gehört. «Überall heisst es, man muss unsere Kultur unterstützen, aber es passiert nichts. Das macht mich seelisch kaputt.» Als sie von der Geschichte mit den Wagabunten hörte, hatten sie die Hoffnung, dass sie vielleicht auch gemeinsam mit diesen einen Platz erhalten würden.

Das Haus der Familie Huber wird vom Standplatz in Rüttenen abtransportiert – der Abschied fällt schwer

Das Haus der Familie Huber wird im Februar 2016 vom Standplatz in Rüttenen abtransportiert – der Abschied fällt schwer

Diese Hoffnung habe sich nun aber mit der Wegweisung der Wagabunten zerschlagen. «Man nimmt mir mein Leben. Ich kann ja auch nichts dafür, dass ich in diese Wiege geflogen bin. Wir sind Jenische, wir sind frei. Unsere Freiheit ist an die Natur gebunden und nicht an Steinmauern.»

Ihr Mann und ihr Sohn, der mit seiner Familie ebenfalls weggewiesen wurde, würden sich in Arbeit stürzen, damit sie sich nicht tagtäglich konfrontieren müssten. «Sie wissen gar nicht, was sie mit uns anstellen», endet Gabriela Huber. (uby)