Rüttenen
22 positive Tests: Zwei Kindergärten und eine Primarklasse müssen in Quarantäne

Das Corona-Virus hat bei den Schulen Einzug gehalten. Zum Beispiel an der Schule in Rüttenen.

Fabio Vonarburg
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An der Schule Rüttenen hat das Coronavirus Einzug gehalten.

An der Schule Rüttenen hat das Coronavirus Einzug gehalten.

Hanspeter Bärtschi

Die Coronazahlen steigen. Zu spüren bekommen dies auch die Schulen im Kanton Solothurn. Derzeit sind 14 von 1480 Klassen in Quarantäne, wie das Volksschulamt des Kantons Solothurn auf Anfrage mitteilt, was rund einem Prozent entspricht.

Aktuell betroffen sind auch die Schulen GESLOR (Gemeinsame Schulstrukturen Langendorf, Oberdorf, Rüttenen) – respektive in erster Linie der Standort Rüttenen.

«Wie an sehr vielen anderen Schulen hat nun das Coronavirus auch an den Schulen GESLOR ziemlich heftig Einzug gehalten», schrieb Michel Tschanz, der Gesamtschulleiter, in einem Elternbrief von Donnerstag. Jeden Mittwoch führt die Schule freiwillige Pool-Spucktests durch, bei dem jeweils mehr als 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Bei der letzten Durchführung waren 7 der 30 Pools positiv, 6 davon in Rüttenen, einer in Oberdorf.

«Um eine unkontrollierbare, eskalative Ausbreitung zu verhindern, haben wir präventiv einige Schülerinnen und Schüler umgehend bis und mit Freitagabend nach Hause geschickt», schrieb der Gesamtschulleiter im Brief weiter. Darunter alle Kinder der zwei Rüttener Kindergärten sowie der 1./2. Primarklasse. Bis dahin würden die Einzelergebnisse vorliegen und man könne über Massnahmen entscheiden.

Am Freitagmittag lagen diese nun vor und Michel Tschanz informierte, wie es weitergeht: In Absprache mit dem Contact-Tracing des Kantons Solothurn müssen die Kinder der Rütterner Kindergärten Chäfernäscht und Sternschnuppe bis und mit 27. November in Quarantäne. Gleiches gilt für die 1./2. Primarklasse, deren Quarantäne aber ein Tag früher endet. Auch die Lehrpersonen sind betroffen, ihre Quarantäne kann aber aufgehoben werden, falls sie doppelt geimpft sind.

Der Grund für diese Massnahmen: 22 positive Einzeltests gab es insgesamt in diesen drei Klassenverbänden. Für die Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Primarklasse in Rüttenen findet der Unterricht ab Montag hingegen wieder normal statt. Hier hat es sich um einen Einzelfall gehandelt.

Der Gesamtschulleiter zur Situation

«Es ist der bislang grösste Corona-Ausbruch an den Schulen GESLOR», sagt Michel Tschanz, der überzeugt ist, dass man mit den jetzigen Massnahmen die Lage im Griff hat. Auch dank der Unterstützung der Eltern und des Einsatzes der Standortschulleiterin und der Lehrpersonen. Tschanz:

«Es hat sich wieder gezeigt, wie sinnvoll der wöchentliche Test ist, um schnell reagieren zu können.»

Er bedaure, dass es keine obligatorische Testpflicht gebe, um alle positiven Fälle zu finden. Um transparent zu sein, schaltet die Schule wöchentlich das Ergebnis aus den Pooltests online. Tschanz würde sich wünschen, dass die Schule eigenständig schneller reagieren kann. Denn dass es Fälle gibt, war seit Montag bekannt. Klassenschliessungen sind aber nur in Absprache mit dem Kanton möglich.

Auch die Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen von Seiten des Kantons würde Tschanz begrüssen. «Fakt ist, dass wir keine Fälle hatten, solange eine solche galt.» Zwar könnte die Schule ihrerseits das Maskentragen empfehlen, doch das mit der Freiwilligkeit sei so eine Sache, sagt der Gesamtschulleiter.

Der Kanton Solothurn ordnet derzeit teils temporäre Maskenpflichten an. Derzeit gilt eine solche in sechs Schulklassen im Kanton Solothurn, wie das Volksschulamt informiert. Darunter die Jahrgangsstufe 5 und 6 des Schulhaus Brühl in Solothurn, inklusive deren Lehrpersonen, wie dem aktuellen Amtsblatt des Kantons Solothurn zu entnehmen ist. Hier gilt die temporäre Maskenpflicht noch bis am Montag.

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