Rücktritt
Vorstand nach Streit verwaist: Messen will Mitglieder für Alterssitz Buechibärg

Der Alterssitz Buechibärg braucht einen neuen Vorstand. Weil Ungereimtheiten zwischen Vorstand und Gemeindepräsidien betreffend Leitung des Alterssitzes bestanden, beschloss das Gremium, in globo zurückzutreten. Nur Silvia Stöckli (Lüterswil-Gächliwil) blieb als Vertreterin der Gemeindepräsidien.

Marlene Sedlacek
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Alterssitz Buechibärg, Lueterswil.

Alterssitz Buechibärg, Lueterswil.

Hanspeter Bärtschi

Der Gemeinderat Messen besprach die Situation nun zusammen mit vier der eigenen Delegierten. Die Konferenz der Bucheggberger Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten habe zwar ein Inserat für die Suche lanciert, sagte Gemeindepräsident Bernhard Jöhr. «Wir stehen als Gemeinde jedoch selber in der Pflicht, einen funktionstüchtigen Vorstand zu finden», ist er überzeugt. Es freute ihn sehr, dass zwei Delegierte aus den eigenen Reihen Interesse an dieser Aufgabe bekundeten.

Angebot von Tagesstrukturen im Schulverband

Vor dem Hintergrund der Integration der Tagesstrukturen aller Verbandsgemeinden in den Schulverband hat sich der Gemeindepräsident für den Aufbau eines solchen Angebots am Standort Messen Gedanken gemacht. Die Idee ist, den heutigen Kindergarten dafür umzunutzen. Die Kindergärtler würde man ins Schulhaus Räzlirain umquartieren, und die Primarschule könnte ins Schulhaus Bühl zügeln. Dabei wären an allen Gebäuden bauliche Massnahmen nötig.

An der Delegiertenversammlung des Schulverbandes im Frühling 2022 soll ein Beschlussentwurf zum Thema Tagesstrukturen vorliegen. Bei einem Ja der Delegierten werden die Verbandsgemeinden an ihren Gemeindeversammlungen die Zustimmung der Bürger und Bürgerinnen einholen müssen.

Weil Tagesstrukturen eine neue Aufgabe für den Verband wären, müssten die Statuten angepasst werden. Bernhard Jöhr äusserte Bedenken, dass die dazu nötige Einstimmigkeit nicht zu Stande käme. Eine vollständige Umsetzung wäre im Jahr 2024 zu erwarten. In der Zwischenzeit sollen die bestehenden Angebote in allen Verbandsgemeinden aufrechterhalten werden.

Ein bäumiges Geschenk für die Gemeinde

Der Natur- und Vogelschutzverein Bucheggberg möchte der Gemeinde einen Lindenbaum schenken. Doch wohin mit der Gabe? Die Idee des Vereins sei, nicht nur einen Baum zu pflanzen, sondern zusammen mit einer Blumenwiese für einen Ort der Biodiversität zu sorgen, überlegte Adrian Grossenbacher. Bisher war kein geeigneter Platz vorhanden. Doch dem Sturm von Montag ist bei der Badi ein grosser Baum zum Opfer gefallen. Dies könnte ein idealer Platz sein, vermutete Grossenbacher. Die Umweltkommission wird sich um den definitiven Standort kümmern.
Die Tageskarten der SBB sind ein Auslaufmodell. Ab dem Jahr 2024 werden sie durch ein anderes Modell ersetzt. Der Gemeinderat hinterfragte, ob es noch sinnvoll sei, diese anzubieten.

Gemeindeschreiberin Michèle Graf hatte festgestellt, dass die Nachfrage, unter anderem auch wegen Corona, stark zurückgegangen ist. «Die Auslastung beträgt bis jetzt nur 36 Prozent», gab sie zu bedenken. Ob eine Preisreduktion, wie dies in Schnottwil geschehen ist, eine höhere Nachfrage bewirken würde, bezweifelt Finanzchef Adrian Schluep. Er sieht das Angebot als Dienstleistung an, die nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Das Gremium beschloss, die Tageskarten weiterhin für 45 Franken abzugeben, solange die SBB diese anbieten.

Das Waldfest wird dieses Jahr stattfinden. «Das sollte von den Coronaregelungen her machbar sein», meinte Sandra Nussbaumer. Ebenso werden 1.-August-Feier und die Jungbürgerfeier durchgeführt.